Arbeitsagogisches Coaching-Modell

„REHA“

 

durch Fördern und Fordern der
Schlüsselqualifikationen und Ressourcen

 

 

 

 

 

 

 

(c) 2009 by EVERYTHING TO WORK   P. Frey   Zugerstrasse 17   5620 Bremgarten   mail: pf@dolphinsoft.ch

 

Inhalt:

1.            Einleitung

1.1.             Wegweiser

2.            Fundament des Coaching-Modell „REHA“

2.1.         Das Transtheoretische Modell PROCHASKA & DICLEMENTE

2.1.1.        PROCHASKA & DICLEMENTE im Coaching-Modell „REHA“

2.2.         Salutogenese-Modell von Aaron ANTONOVSKYS

2.2.1.        Was ist Salutogenese?

2.2.2.        Das Kohärenzgefühl

2.2.3.        Was bedeutet Kohärenz?

2.2.4.        Die Komponenten des Kohärenzgefühls nach ANTONOVSKY

2.2.5.        ANTONOVSKY im Coaching-Modell „REHA“

2.3.         Pyramiden-Modell von Abraham Harold MASLOW

2.3.1.        MASLOWSCHE  Bedürfnispyramide

2.3.2.        MASLOW im Coaching-Modell „REHA“

2.4.         Führung -Modell und Lern-Modell von KURT LEWIN

2.4.1.        Forschungsergebnisse des Führung -Modell nach LEWIN

2.4.2.        Allgemeines Lernmodell nach LEWIN

2.4.3.        LEWIN im Coaching-Modell „REHA“

2.5.         Modell der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie von Carl ROGERS

2.5.1. ROGERS im Coaching-Modell „REHA“

2.6.         Das Modell „Coaching“

2.6.1.        Coaching

2.6.2.        Schlüsselqualifikationen, Kompetenzen und Ressourcen im Coaching

2.6.2.1.      Einteilung der Schlüsselqualifikationen in Kompetenzen

2.6.2.2.      Ressourcen des Coaching

2.6.2.3.      Fachkompetenzen des Coaching

2.6.3.        Kompetenzen des Coach

2.6.3.1.      Persönlichkeitskompetenz des Coachs

2.6.3.2.      Methodenkompetenz des Coachs

2.6.3.3.      Expertenkompetenz des Coachs

2.6.4.        Mögliche Formen von Coaching

2.6.5.        Coaching im Coaching-Modell „REHA“

3.            Diagnostisches Sucht- und Krankheitsbild des Klientel

3.1.         F1 Psychische- und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen

3.2.         F2 Schizophrenie

3.3.         F3 affektive Störungen

3.4.         F4 Angststörungen, neurotische Belastungs- und somatoforme Störungen

3.5.         F6 Persönlichkeitsstörungen

3.6.         Klienten mit Psychiatrischer Diagnose im Coaching-Modell „REHA“

4.            Verschmelzung der Modelle und Klientendiagnosen zum arbeitsagogischen Coaching-Modell „REHA“

4.1.             Schwierigkeiten des Coachingmodells „REHA“

5.            Arbeitsagogische Begleitung dem Klienten mit dem Coaching-Modell „REHA“

5.1.             Der persönliche Coach

5.2.             Begleitung der Klienten in Phasen

5.3.             Der Status

5.4.             Der Arbeitsplatz

5.5.             Die Unterteilung der zehn Bereiche und Unterbereiche

5.6.             Praktische und Theoretische Weiterbildungsmodule

5.7.             Die Diagnostik

5.8.             Diagnostikinstrumente

5.9.             Arbeitsagogische Hilfsmittel

5.10.          Ein kurzes Beispiel aus dem Alltag

6.            Zitate

7.            Schlusswort

8.            Anhang

9.            Literaturverzeichnis


Arbeitsagogisches Coaching

durch Fördern und Fordern der
Schlüsselqualifikationen und Ressourcen

 

1.            Einleitung

 

Ziel dieser Dokumentation ist es, eine Alternative zum hierarchisch geführten und wenig produktiven Beschäftigungsprogramm zu bieten und ein modernes, professionelles arbeitsagogisches Modell zu entwickeln. Im Coaching-Modell „REHA“ habe ich mich für das Coaching-Modell als Grundlage und dem einfliessen lassen der verschiedenen Ressourcen-, Zielorientiert und Klientenzentrierten Modelle entschieden. Mir scheint es dadurch möglich zu sein ein möglichst offenes, flexibles und für ein breites Zielklientel besonders geeignetes Werkzeug zu erhalten.

 

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1.1.             Wegweiser

Diese Diplomarbeit erhebt nicht den Anspruch ein Handbuch für die Begleitung von Suchtklienten in der Therapie zu sein. Vielmehr möchte ich dies als Anregung und Richtungsweisung verstehen und als Grundlage für das Konzept „arbeitsagogisches Coaching“ sehen. Viele in der Arbeit genannten Elemente sind bei uns schon seit einiger Zeit umgesetzt und finden grossen Anklang. Das Modell läuft bis Ende Jahr in einer Versuchsphase und wird ständig erweitert, verfeinert und optimiert.

 

Ende Jahr werden wir unsere Erfahrungen mit dem arbeitsagogischen Coaching-Modell „REHA“ im Team auswerten und über die weiteren Schritte diskutieren.

 

Im Text schreibe ich zur besseren Verstehbarkeit  Klient, Arbeitsagoge und Therapeut in der männlicher Form, gemeint ist aber ausnahmslos die weibliche und männliche Form.

 

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2.            Fundament des Coaching-Modell „REHA“

Im arbeitsagogischen Coaching-Modell „REHA“ lasse ich die Haltung und Sichtweise von verschiedenen Modellen und Studien namhafter Persönlichkeiten einfliessen. In diesem Abschnitt möchte ich durch einen kurzen Überblick die Haltung, die Arbeiten und auszugsweise ausgewählte Modelle von ANTONOVSKY, ROGERS, MASLOW,  LEWIN, PROCHASKA und DICLEMENTE vorstellen. In einem späteren Abschnitt der Diplomarbeit versuche ich dieses Gedankengut ins Coaching-Modell „REHA“  einfliessen lassen.

 

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2.1.             Das Transtheoretische Modell PROCHASKA & DICLEMENTE

Einer der Kernbereiche der Psychologie ist seit jeher die Erklärung der menschlichen Verhaltensdeterminanten sowie von Faktoren, die zu Veränderungen in eine bestimmte Richtung führen. Um diese Determinanten und Faktoren zu identifizieren und beschreiben haben sich viele Schulen gebildet mit der Konsequenz, dass es heute fast unmöglich ist, einen Überblick über die vielfältigen Erklärungsmodelle zu gewinnen. Mit der Entwicklung des Transtheoretischen Modells haben die Autoren versucht, die wichtigsten Wirkelemente der bedeutendsten psychotherapeutischen Schulen zu identifizieren und sie in einem einzelnen Modell zu integrieren. Auf der Grundlage einer systematischen Analyse dieser Ansätze ergaben sich ungefähr zehn Prozesse, auch „processes of change“ genannt, die an der Umsetzung von Verhaltensänderungen beteiligt sind. Von grösstem Interesse war die Entdeckung, dass diese zehn Prozesse nicht alle gleichzeitig stattfinden (sollen), sondern zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Verlaufe der Verhaltensmodifikation. Verhaltensänderung ist also ein Prozess, der sich durch das aktive zeitliche Durchlaufen unterschiedlicher, aufeinander aufbauenden Stufen, die sogenannten „stages of change“ beschreiben lässt (PROCHASKA 1979; PROCHASKA & DICLEMENTE 1984).

 

Die Kernannahmen des Transtheoretischen Modells lassen sich folgendermassen beschreiben:

*       Keine Theorie ist allein in der Lage die Komplexität des menschlichen Verhaltens zu erklären.

*       Verhaltensänderung ist ein Prozess, der in einer Abfolge von einzelnen Stufen abläuft.

*       Diese Stufen sind eher stabil, aber gleichzeitig zugänglich für Veränderungen.

*       Durch gezielte Intervention können die Personen motiviert werden, stufenbezogene Verhaltensänderungen vorzunehmen

*       Die Mehrzahl derjenigen, die in den früheren Stufen der Veränderung verharren, sind für handlungsorientierte Strategien nicht bereit; aus diesem Grund sind stufenspezifische Massnahmen notwendig, um den Prozess der Verhaltensänderung in Gang zu setzen.

 

Interventionen sind vor allem dann wirksam, wenn sie gezielt bei den individuellen Bedürfnissen und Res­sourcen der Adressenten ansetzen. Hierfür stellt das Transtheoretische Modell (TTM) eine besonders geeignete Grundlage dar. Das TTM wurde Ende der siebziger Jahre von PROCHASKA und DICLEMENTE (1992) im Kontext der Konzeptualisierung von Raucherentwöhnungsprogrammen entwickelt. Im Folgenden wird das TTM am Beispiel der Rauchproblematik erläutert.

 

Die fünf Veränderungsstufen:

Das Modell integriert Kernkonzepte verschiedener kognitiver und behavioraler Theorien und beschreibt Verhaltensmodifikationen wie die Raucherentwöhnung als einen Prozess in fünf aufeinander folgenden Stufen (siehe Abb. 1: Stufen des TTM).

 

Stufe 1: Absichtslosigkeit (Precontemplation, Pc)

Raucher auf dieser Stufe wissen entweder nicht, dass Tabakkonsum ihre Gesundheit gefährdet oder sie wollen es nicht wahrhaben oder die gesundheitsschädigenden Konsequenzen sind ihnen gleichgültig. Entsprechend planen sie auch nicht, das Rauchen in absehbarer Zeit aufzugeben.

 

Weitere Gründe für ihre Absichts­losigkeit können sein:

*       Fehlendes Vertrauen in die eigene Fähigkeit, mit dem Rauchen aufzuhören.

*       Defensive Haltung gegenüber dem sozialen Erwartungsdruck, nicht zu rauchen.

*       Schwerwiegende psychische und / oder körperliche Probleme.

*       Andere Prioritäten, so dass das Rauchen als nicht genügend wichtiges Problem wahrgenommen wird.

*       Potentieller Verlust einer breitanwendbaren Bewältigungsstrategie, weil Rauchen ein funktionales Verhalten ist, das als Mittel für Entspannung und Befriedigung der eigenen Bedürfnisse verwendet wird.

*       Aufrechterhaltung des Raucherselbstkonzeptes.

*       Situative Rahmenbedingungen, die die Nichtraucheridentität als besonders unattraktiv charakterisieren.

*       Gewohnheit und Abhängigkeit .

 

Auf dieser ersten Stufe verweilen die Raucher in der Regel am hartnäckigsten.

 

Stufe 2: Absichtsbildung (Contemplation, C)

Raucher dieses Stadiums setzen sich ernsthaft mit dem Gedanken auseinander, das Rauchen auf­zugeben, sind aber nicht oder noch nicht bereit, diesen Schritt zu tun. Statt zu handeln, wird nachge­dacht. Mögliche Vor- und Nachteile des Nichtrauchens werden immer wieder gegeneinander abgewogen. Die Phase der Absichtsbildung ist denn auch durch eine starke und mitunter quälende Ambivalenz gekenn­zeichnet und dauert häufig recht lange an. Auch ist den Rauchern auf dieser Stufe viel­fach noch unklar, welchen Aufwand sie auf sich nehmen müssen (Ausmass der Verzichtleistung, Aneig­nung neuer Fähigkeiten), wenn sie mit dem Rauchen aufhören wollen und welchen längerfristigen Nutzen sie daraus ziehen können.

 

Stufe 3: Vorbereitung der Tabakabstinenz (Preparation, P)

Auf der Stufe der Vorbereitung wird der Rauchstopp mit Hilfe eines Verhaltensplans konkret vorbereitet. Zum Beispiel wird ein Aufhördatum festgelegt. In dieser Phase geht es aber auch um ein Ausprobieren, darum, die eigene Adaptabilität zu prüfen und Schwierigkeiten zu erkunden, indem etwa die Anzahl ge­rauchter Zigaretten reduziert oder der Griff zur nächsten Zigarette hinausgezögert wird. Die Vorbereitungs­phase ist in der Regel die kürzeste und eher unstabil.

 

Stufe 4:  Umsetzung (Action, A)

Mit der Stufe der Handlung haben die Raucher den Schritt in die Tabakabstinenz vollzogen. Aller­dings liegt der Rauchstopp erst kurze Zeit zurück (maximal sechs Monate) und noch müssen Strategien, um Rückfälle zu vermeiden, erst gefunden und vor allem eingeübt werden. Die Umsetzungsphase ist die unsta­bilste mit der entsprechend grössten Rückfallswahrscheinlichkeit, weil die Versuchung, wieder zur Zigarette zu greifen, wegen der physischen und der psychischen Abhängigkeit, als besonders gross erlebt wird.

 

Stufe 5: Aufrechterhaltung (Maintenance, M)

Auf dieser letzten Stufe nimmt die Zigarette im Leben der Betroffenen einen zunehmend unbedeutenderen Stellenwert ein. Es geht darum, das neue Verhalten, die Rauchabstinenz, langfristig zu stabilisieren.

 

 

 

Abb. 1: Stufen des TTM nach PROCHASKA & DICLEMENTE (1992)

 

Im Hinblick auf ein Interventionsprogramm ist es wichtig zu beachten, dass erstens der Prozess der oben skizzierten Verhaltensänderung nicht linear, sondern zyklisch verläuft. Das heisst zum Beispiel, dass Rück­fälle von einer Stufe zu einer früheren normaler Bestandteil des Entwöhnungsprozesses sind und darum bei der Entwicklung von interventiven Massnahmen berücksichtigt werden müssen. Zweitens beinhaltet jede Stufe ihre eigenen Besonderheiten und Schwierigkeiten. Deshalb muss für jede Stufe eine ganz spezifische Präventions- beziehungsweise Interventionsstrategie angeboten werden. Und drittens muss nebst den einzelnen Stufen auch bekannt sein, welche emotionalen und kognitiven Prozesse eine Person durchlaufen und welche Fä­higkeiten, dass heisst welche psychischen Grundvoraussetzungen sie entwickeln muss, um im Falle eines anste­henden Entwöhnungsprozesses von einer Stufe zur nächst höheren zu gelangen. Das Transtheoretische Modell beschreibt diese psychi­schen Grundvoraussetzungen mit Hilfe von drei Konzepten.

 

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2.1.1.        PROCHASKA & DICLEMENTE im Coaching-Modell „REHA“

Die stationäre Therapie besteht in Anlehnung an das Veränderungs-Prozess-Modell nach PROCHASKA und DICLEMENTE aus vier aufeinander folgenden Stufen. Die Stufen helfen, die stationäre Therapie zu strukturieren und möglichst zielorientiert zu nutzen. Am Ende jeder Stufe klären wir in Standortsitzungen die momentane Situation des Klienten und vereinbaren die nächsten Schritte und Ziele.

 

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2.2.             Salutogenese-Modell von Aaron ANTONOVSKY

1923 in Brooklyn geboren, schloss A. ANTONOVSKY nach seinem Militärdienst in der US-Armee im zweiten Weltkrieg sein Soziologiestudium ab und emigrierte 1960 mit seiner Frau nach Israel. Hier kam er eher zufällig durch ein Referat zur Medizinsoziologie und zur Stressforschung. Seine Interessenschwerpunkte waren zu der Zeit Kultur und Persönlichkeit, schichtspezifische Prozesse und ethnische Beziehungen. Bei einer Studie über die Auswirkungen der Wechseljahre an Frauen verschiedener ethnischer Gruppen, traf er auf Frauen, die die Konzentrationslager überlebt hatten und es geschafft hatten, ihr Leben neu aufzubauen. 29% der inhaftierten Frauen berichteten trotz dieser traumatischen Erlebnisse über eine relativ gute Gesundheit. ANTONOVSKY empfand dies als Wunder und widmete von da an seine Arbeit diesem Wunder des Gesundbleibens, das er Salutogenese nannte.

 

Seine letzten Forschungen befassten sich mit den Auswirkungen der Pensionierung auf die Gesundheit. Aaron ANTONOVSKY starb am 7. Juli 1994 in Beer-Sheba (Israel).

 

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2.2.1.        Was ist Salutogenese?

Der Begriff Salutogenese - erstmals erwähnt von dem Medizinsoziologen A. ANTONOVSKY (ANTONOVSKY 1997) - setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern salus = Gesundheit, Wohl, Heil und genesis = Schöpfung, Entstehung. Das Modell der Salutogenese fragt nach der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit, die Pathogenese sucht nach der Entstehung von Krankheit, fragt jedoch nur nach der biomedizinischen Ursache (zum Beispiel Bakterien, Mangel an Hormonen, Verspannung der Muskulatur). Das salutogenetische Konzept sieht den ganzen Menschen und seine Geschichte, während die Pathogenese sich nur mit der Krankheit beziehungsweise dem Körper beschäftigt.
 

Eine Metapher der gemässigten medizinkritischen Literatur, die "Flussabwärts-Perspektive", macht den Unterschied deutlich: "Die zeitgenössische westliche Medizin wird darin mit einem wohlorganisierten, gewaltigen und technologisch hoch entwickelten Bemühen verglichen, Ertrinkende aus einem reissenden Fluss zu bergen. Hingebungsvoll dieser Aufgabe gewidmet und häufig sehr gut entlohnt, richten die Mitglieder dieses Unternehmens niemals ihre Augen oder ihr Bewusstsein auf das, was stromaufwärts passiert, um die Flussbiegung herum, darauf, wer oder was all diese Leute in den Fluss stösst." (ANTONOVSKY 1997)
 

Die Arbeit ANTONOVSKYS war der folgenden Frage gewidmet: "Wie wird man, wo immer man sich in dem Fluss befindet, dessen Natur von historischen, soziokulturellen und physikalischen Umweltbedingungen bestimmt wird, ein guter Schwimmer?"

 

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2.2.2.        Das Kohärenzgefühl

Der zentrale Begriff des salutogenetischen Ansatzes von ANTONOVSKY ist das Kohärenzgefühl oder der Kohärenzsinn (sense of coherence). Auch andere Autoren haben das Wort Kohärenz, beziehungsweise entsprechende Faktoren zur Erhaltung oder Wiederherstellung von Gesundheit benutzt, die - wie Sie noch sehen werden - viele Gemeinsamkeiten aufweisen: Das Kohärenzgefühl von ANTONOVSKY, die innere Kohärenz von DOC CHILDRE, die Gesundheitsfaktoren bei "Spontanheilungen", die Eigenschaften sehr gesunder Menschen von Abraham MASLOW und die Komponenten der Emotionalen Intelligenz

 

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2.2.3.        Was bedeutet Kohärenz?

Der lateinische Ursprung des Wortes bedeutet: cohaereo - mit etwas zusammenhängen, in sich zusammenhalten, bestehen; das heisst, es besteht eine logische Verbundenheit, innere Ordnung oder Harmonie zwischen den Teilen eines Systems. Der Begriff kann auch die Tendenz zu stärkerer Ordnung im Informationsgehalt eines Systems oder den Informationsfluss zwischen Systemen bezeichnen.

In der Physik veranschaulicht der Unterschied zwischen einer normalen Glühbirne und einem Laser das Konzept von Kohärenz:
"Eine normale Glühbirne erzeugt Lichtwellen oder Teilchen, die sich von der Lichtquelle ausbreiten, aneinander stossen und die Leistung schwächen. Wissenschaftler nennen dieses Licht inkohärent. Das ist nicht sonderlich effizient, aber so sind normale Glühbirnen nun mal. Als Folge davon beleuchtet das Licht einer solchen Birne nur ein begrenztes Umfeld. Aufgrund der Inkohärenz - oder Ineffizienz - der Lichtwellen braucht die Birne beträchtliche Energie, um helles Licht zu erzeugen. Normale Glühbirnen brennen daher relativ schnell durch (burn out). Wenn diese Wellen in Kohärenz gebracht werden könnten - stärker gebündelt und organisiert - käme es zu deutlich mehr Leistung und Effektivität. Ein Laser erzeugt kohärente Lichtwellen, die höchst effizient sind. Die Energie verhält sich geordnet; sie wird nicht verschwendet und zerstreut, weil Teilchen aufeinander prallen... Eine 60 Watt Glühbirne, deren Lichtstrahlen so kohärent gemacht werden könnten wie ein Laser, hätte die Kraft, aus einer Entfernung von 150 Millionen Kilometern ein Loch in die Sonne zu brennen!" (aus: "Vom Chaos zur Kohärenz", DOC CHILDRE & BRUCE CRYER 2000)

 

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2.2.4.        Die Komponenten des Kohärenzgefühls nach ANTONOVSKY

ANTONOVSKY interviewte 51 sehr unterschiedliche Personen, die aber zwei Dinge gemeinsam hatten: ein schweres Trauma und die Erfahrung, dass sie damit erstaunlich gut zurecht kämen. Nach der Analyse der Protokolle, in denen danach gefragt wurde, wie diese Personen ihr Leben sehen, fand er bei den Personen mit einem starken Kohärenzgefühl drei Themen, die nur in dieser Gruppe vorhanden waren und in der anderen Gruppe merklich fehlten. Dies waren die drei Komponenten Verstehbarkeit (sense of comprehensibility), Handhabbarkeit (sense of manageability) und Bedeutsamkeit oder Sinnhaftigkeit (sense of meaningfulness).

 

1. Verstehbarkeit: Sie bezieht sich darauf, dass Menschen interne und externe Stimuli als kognitiv geordnet, strukturiert, konsistent und als klare Information wahrnehmen und nicht als Rauschen - chaotisch, ungeordnet, willkürlich zufällig und unerklärlich. Menschen mit einem hohen Mass an Verstehbarkeit können Ereignisse im Leben als Erfahrungen werten, mit denen man umgehen kann, die man als Herausforderungen annehmen kann, um aus ihnen zu lernen und sich weiter zu entwickeln.

 

2. Handhabbarkeit: Dieser kognitiv-emotionale Aspekt bedeutet, dass Ressourcen - Kraftquellen - zur Verfügung stehen, um die inneren und äusseren Stimuli zu managen. Innere Ressourcen sind Tugenden wie zum Beispiel Vertrauen, Mut, Gelassenheit, Eigenverantwortung, emotionale Intelligenz, Intuition, Kreativität, Anpassungsfähigkeit gepaart mit innerer Freiheit. Äussere Ressourcen sind zum Beispiel soziale, familiäre Unterstützung, echte Freunde, Zugehörigkeit zu einer Gruppe. In dem Masse, wie jemand sich als handlungsfähig betrachtet und Wahlmöglichkeiten hat, die Herausforderung zu meistern, kann er die passive Opferrolle des Ausgeliefertseins aufgeben.

 

3. Bedeutsamkeit (Sinnhaftigkeit): ANTONOVSKY sah diese motivationale Komponente als wichtigste an, weil ein Leben ohne Wert und Sinnhaftigkeit eher als Last empfunden wird und jede zusätzliche Herausforderung als Qual. Sieht man Sinn und Bedeutung in allen Ereignissen des eigenen Lebens, weil man seine Lebensaufgabe gefunden und eine Vision entwickelt hat, empfindet man Probleme eher als Eustress, der als Antriebsfeder dient, denn als Disstress, der auf Dauer die Gesundheit beeinträchtigt.

 

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2.2.5.        ANTONOVSKY im Coaching-Modell „REHA“

In ZUSAMMENHANG stellen (Kohärenz) von SICH und seiner HANDLUNG in der SITUATION und der daraus entstehenden REAKTION ermöglicht das zuweisen von BEDEUTUNGEN. Dies ermöglicht es eine Situation besser zu handhaben und ist eine wichtige Voraussetzung für die eigene Entwicklung.

 

Ich leite folgende Feststellung nach ANTONOVSKY für mein arbeitsagogisches Coaching-Modell „REHA“ ab:

 

Grundvorraussetzungen für die persönliche Entwicklung:

Der Klient versteht (Verstehbarkeit) was seine Handlung (Handhabbarkeit) bewirkt und kann ihr eine Bedeutung zuweisen (Bedeutsamkeit).   

 

 

Als Coach im Coaching-Modell „REHA“ möchte ich durch mein Fachwissen, die eigenen Kompetenzen und mit meinem breiten Allgemeinwissen fähig sein, dem Klienten einen Zusammenhang aufzuzeigen zwischen seinem IST-Zustand und

*       ihm als Person…

*       …seiner Handlung…

*       …der Situation…

*       …dem Umfeld…

*       …der daraus entstehenden Reaktion…

*       …und der Bedeutung die er dem allem zuweist.

 

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2.3.             Pyramiden-Modell von Abraham Harold MASLOW

Abraham Harold MASLOW (* 1. April 1908, † 8. Juni 1970) war ein Psychologe. Er ist insbesondere durch die Verfechtung der Hierarchie menschlicher Bedürfnisse (auch MASLOWSCHE  Bedürfnispyramide) bekannt geworden. MASLOW wurde in Brooklyn (New York) als Kind jüdisch-russischer Immigranten in den Vereinigten Staaten geboren. Er studierte an der University of Wisconsin, wo er zunächst mit B.A. 1930 abschloss, den Magister Artium, ein Akademischer Grad erhielt und schliesslich 1934 in Psychologie promovierte.

 

Er ist der Verfasser zahlreicher Werke und Aufsätze. Drei Werke behandeln den zentralen Themenkomplex seiner Arbeit (Ausgabedaten beziehen sich auf die amerikanische Originalausgabe):

*       Motivation und Persönlichkeit (Erstausgabe: 1954; überarbeitete Ausgabe: 1970)

*       Psychologie des Seins (1968)

*       Die Psychologie der Wissenschaft. Neue Wege der Wahrnehmung und des Deutens (1971)

 

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2.3.1.        MASLOWSCHE  Bedürfnispyramide

Die Bedürfnispyramide (siehe Abb. 2) ist ein vom Psychologen Abraham MASLOW entwickeltes Modell, um Motivationen von Menschen zu beschreiben. Die Stufen der Pyramide bilden menschliche Bedürfnisse. Sie bauen aufeinander auf, jeder versucht zuerst die Bedürfnisse der niedrigen Stufen zu befriedigen, bevor die nächste Stufe dran ist.

 

Selbstverwirklichung

 

Soziale Anerkennung

 

Soziale Beziehungen

 

Sicherheit

 

Grundbedürfnisse

Abb. 2: Die Bedürfnispyramide nach MASLOW

 

Die Stufen sind im Einzelnen:

*       Körperliche Grundbedürfnisse - Essen, Trinken, Schlafen, Sex.

*       Sicherheit - Haus/Wohnung, fester Job, Versicherungen, persönliche Zukunftsaussichten, Religion

*       Soziale Beziehungen - Kommunikation, Partnerschaft, Freundeskreis.

*       Soziale Anerkennung - Karriere, Status, Macht, Selbstachtung.

*       Selbstverwirklichung - Individualität, Gerechtigkeit, Güte, Talententfaltung.

 

Die Stufen 1-3 (teilweise auch auf der vierten) nennt man auch Defizitbedürfnisse. Diese Bedürfnisse müssen befriedigt sein, damit man zufrieden ist, aber wenn sie erfüllt sind hat man keine weitere Motivation in dieser Richtung mehr (wenn man nicht durstig ist, versucht man nicht zu trinken). Wachstumsbedürfnisse können demgegenüber nie wirklich befriedigt werden. Wachstumsbedürfnisse treten auf der fünften Stufe auf, teilweise aber auch schon auf der vierten. Beispiel: Ein Maler zeichnet zur Selbstverwirklichung, sein Bedürfnis nach Kreativität ist nicht nach einer bestimmten Anzahl Bilder gestillt.

 

Abraham MASLOW hat uns gelehrt, dass Menschen zwei Anteile von Kräften und Bedürfnissen in sich tragen - einen, der nach Entwicklung strebt, und einen anderen, der an Sicherheiten festhält. Eine Person, die sich zwischen diesen beiden Bedürfnissen entscheiden muss, wird die Sicherheit der Entwicklung vorziehen. Das Bedürfnis, sich sicher zu fühlen, muss zunächst befriedigt werden. Erst danach kann das Bedürfnis, aus sich herauszugehen, Risiken einzugehen und Neues zu erforschen, in Erwägung gezogen werden. Laut MASLOW vollzieht sich fortschreitende Entwicklung in kleinen Schritten und "jeder Schritt nach vorne wird nur dadurch ermöglicht, dass man sich sicher fühlt und dass man sich von einem sicheren Heimathafen aus in das Ungewisse hinaus wagt" (MASLOW 1968 Seite 45)

 

Abraham MASLOW, einer der Gründerväter der Humanistischen Psychologie, studierte auf seiner Suche nach einem positiven Menschenbild nicht, wie Sigmund Freud, die Fehlentwicklungen menschlicher Sozialisierung, sondern besonders gesunde und in ihrer Menschlichkeit ausgereifte Menschen. Dabei beobachtete er, dass dem Menschen spezifisch menschliche Bedürfnisse angeboren sind wie das nach sinnvollem Tun im Dienst an der Gemeinschaft, nach dem Studium des 'Wahren, Schönen und Guten', nach Hingabe und Sinnfindung, Wahrnehmung der umfassenden Wirklichkeit hinter der Konsensusrealität und Selbstverwirklichung.

 

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2.3.2.        MASLOW im Coaching-Modell „REHA“

Im arbeitsagogischen Coaching-Modell „REHA“ sind wir bemüht, den Klienten dahingehend zu Fördern, dass er möglichst viele Stufen der Bedürfnis-Pyramide erreichen und abdecken kann. Durch das Begleiten im Coaching möchten wir den Klienten in der Therapie so rasch als möglich befähigen sein Grundbedürfnis selber abzudecken.

 

Wir versuchen durch Abklärungen mit diagnostischen Mitteln und im führen von Gesprächen mit dem Klienten heraus zu finden, worin vor der Therapie mögliche Schwierigkeiten lagen oder der Klient Unterstützung braucht. Im gezieltes Fördern der vorhandene Ressourcen des Klienten, durch das hinführen zu seiner eigenen Strukturierung und im Aufarbeiten seiner Probleme soll es ihm möglich sein sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

 

 

 

Dem Klienten ist es demnach nach der Therapie möglich einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Mit dem Einkommen ist eine Finanzierung der eigenen Wohnung und Essen möglich oder wird im Betreuten Arbeiten und Wohnen von „aussen“ abgedeckt.

 

Am Ende der Therapie soll es dem Klienten möglich sein das er wieder einer Arbeitstätigkeit nachgehen kann. Dies stärkt nicht nur den Selbstwert sonder bietet dem Klienten auch Sicherheit.  Der Sozialdienste  betreut den Klienten bei der Budgeterstellung und dem Angehen einer allenfalls notwendigen Schuldensanierung. Ziel ist es hier, das (Wieder-)Herstellen einer geregelten finanziellen Situation.

 

Das Bedürfnis nach den sozialen Beziehungen wird auf verschiedenen Ebenen abgedeckt. Der Therapeutische Coach wertet mit dem Klienten in diesem Bereich allenfalls vorhandene Probleme aus. Auch das Freizeitverhaltens und das soziale Netz des Klienten werden in Einzelsitzungen zum Thema gemacht. Eine weitere Ebene ist das Stärken des Selbstwertes durch Erfolgs- und Entwicklungserlebnisse im Bereich Arbeit, was zeitgleich durch dadurch ermöglichte vermehrte Selbstachtung zur sozialen Anerkennung führt.

 

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2.4.             Führungs-Modell und Lern-Modell von KURT LEWIN

Kurt Tsadek LEWIN (* 9. September 1890 in Mogilno, Posen; † 12. Februar 1947 in Newtonville, Massachusetts) gilt als einer der einflussreichsten Pioniere der Psychologie, insbesondere der Sozialpsychologie, als Begründer der Gruppendynamik sowie als einer der prominentesten Vertreter der Gestaltpsychologie beziehungsweise der Gestalttheorie (zusammen mit Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka). KURT LEWIN's feldtheoretischer Ansatz wurde unter anderem auch zu einer der wesentlichen Grundlagen der Gestalttheoretischen Psychotherapie.

 

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2.4.1.        Forschungsergebnisse des Führungs-Modell nach LEWIN

Führungsstil ist die Art und Weise, wie ein einzelner Vorgesetzter seine Mitarbeiter führt. Die Führungsstile haben sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt. Führung ist ein sehr komplexer Vorgang. Der Erfolg durch einen bestimmten Führungsstil hängt von verschiedensten Faktoren ab. Oft ist deshalb nicht genau erklärbar, warum ein bestimmter Führungsstil zum entsprechenden Erfolg geführt hat.

 

Unterscheidung von Führungsstilen nach LEWIN, LIPPITT & WHITE

*       Autoritäre Führung

*       Demokratische Führung

*       Laissez-faire-Führung

 

Die Untersuchungen werden heute als bahnbrechend angesehen.

Später entwickelten LEWINS Schüler LIPPITT & WHITE einen dritten Stil: laissez-faire-Stil. Zusätzlich findet eine Abänderung des demokratischen Stils statt: sozial-integrativer Stil.

 

Um die Wirkung autoritärer und demokratischer Atmosphären untersuchen zu können, verglich Lippitt zunächst eine Gruppe von fünf zehnjährigen Kindern unter autoritärer Führung mit einer vergleichbaren Gruppe unter demokratischer Führung.

 

In einem zweiten Experiment untersuchten Lippitt und White vier neue Gruppen, diesmal auch in der "laissez-faire" - Atmosphäre.

Die unabhängige Variable war also jeweils der Führungsstil. Die Aufgaben der Kinder waren verschiedene Bastelarbeiten

 

Die wichtigsten Resultate des LEWINSCHEN Experimentes:

1. Autoritär                      

Leiter tritt 2x mehr in Aktion als Schüler

*       Leiter akzeptiert keine Kritik

*       Leiter zeigt, dass er mehr wert ist

*       Leiter ist weniger nachgiebig

*       Schüler untereinander:                                                                       

*       weniger sachlich

*       weniger hilfsbereit

*       weniger nachgiebig

*       aggressives Verhalten der Schüler untereinander

*       unterwürfiges Verhältnis der Schüler

*       passiver

 

2. Demokratisch                   

 Leiter tritt weniger in Aktion als Schüler

*       Leiter akzeptiert Kritik

*       Leiter gibt nach, lässt sich in Frage stellen

*       Mehr Beobachtung vom Leiter und konstruktive Anregungen

*       Schüler untereinander:                                                                     

*   sachlich

*   hilfsbereit

*   nachgiebig

*   aktiver

*   selbstsicherer

 

 

demokratische Atmosphäre:
Entscheidungen wurden von der Gruppe gefällt, unter Anregung und Betreuung des Führers. War Rat erforderlich, nannte der Führer verschiedene Lösungswege. Die Mitglieder konnten mit jedem zusammenarbeiten. Der Führer versuchte, Gruppenmitglied zu sein, führte jedoch selbst kaum aktive Arbeit aus. Er äusserte objektives Lob und objektive Kritik.

 

autoritäre Atmosphäre:
Alle Entscheidungen lagen beim Führer. Er bestimmte jeweils den unmittelbaren Arbeitgang, legte fest, wer mit wem in welcher Weise zusammenarbeiten sollte. Er lobte und kritisierte die einzelnen Arbeiter, ohne dafür Gründe zu nennen. Seine Erscheinung war unpersönlich.

 

laissez-faire - Atmosphäre:
Der Führer hielt sich vom Gruppengeschehen völlig fern. Er stellte nur das Arbeitsmaterial zur Verfügung und gab nur auf Anfrage Rat.

 

Untersuchungsergebnisse:
Aufgrund der umfangreichen Beobachtungen, die während aller Versuche gemacht wurden, folgerten die Autoren, dass autoritäre Führung gruppeninterne Aggressivität und Rivalität steigert. Bei der laissez-faire-Atmosphäre wurde fast die gleiche Häufigkeit an Aggressivität festgestellt.
Die Gruppenleistung stand bei LEWIN, Lippitt und White nicht Mittelpunkt des Interesses, doch wurde von den Autoren angemerkt, dass die angefertigten Spielmasken unter demokratischer Führung einfallsreicher gestaltet waren, und dass insgesamt die Arbeitsleistung unter autoritärer Führung geringfügig grösser war.

 

Autoritär geführte Gruppe

*       Hohe Spannung, Konflikte

*       Gehorsames, unterwürfiges Gruppenverhalten

*       Höhere Arbeitsintensität

*       Arbeitsunterbrechung bei Abwesenheit des Führers

Demokratisch geführte Gruppe

*       Entspannte, freundschaftliche Atmosphäre

*       Kollegial-kooperatives Gruppenverhalten

*       Höherer Originalität der Arbeitsergebnisse

*       Weiterarbeit bei Abwesenheit des Führers

 

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2.4.2.        Allgemeines Lernmodell nach LEWIN

KURT LEWIN entwickelte ein einfaches allgemeines Lernmodell zur Beschreibung des Erwerbs von Verhaltensweisen, für gute und schlechte (An)Gewohnheiten im Besonderen. Er geht davon aus, dass der Mensch, bevor er etwas Neues lernt, alte Verhaltens- und Einstellungsarten verlernen muss. Diese Verhaltensweisen und Einstellungen sitzen häufig sehr tief, das heisst, sie sind von der lernenden Person stark in deren alltägliches Leben integriert; dies bedeutet für eine anzustrebende Veränderung, dass der Lernende einen Teil von dem für ihn eigentlich Selbstverständlichen aufgeben muss. Dagegen wehren sich die Lernenden häufig, besonders emotional (im Bauch), obgleich sie oft erkannt haben (im Kopf), dass das neu zu lernende Verhalten sinnvoller ist.

 

Diese emotionalen Abwehrkräfte ergeben sich aus dem Verlust gewohnter Verhaltens- und Einstellungsmuster und den damit verbundenen Verhaltensunsicherheiten, die das "alltägliche Gleichgewicht" ins Wanken bringen. Diese Befürchtungen sind aber weitgehend unberechtigt, denn es geht nicht nur darum, einen Teil von sich selbst aufzugeben, sondern darum, das vorhandene Verhaltensrepertoire sinnvoll zu erweitern. Und Menschen, die ein grösseres Spektrum an Handlungsmöglichkeiten besitzen, können sich ihrer Umwelt auch besser anpassen beziehungsweise sind eher in der Lage, in ihre Umwelt auch verändernd einzugreifen.

 

Die 1. Stufe:
Das Auftauen (unfreezing)

 

In dieser Phase wird die Motivation zu einer Veränderung entwickelt. Von dem Lernenden wird erkannt, gespürt, empfunden, dass das jeweils von ihm bis jetzt ausgeübte Verhalten, die bis dahin gültige Einstellung, problematisch wird (für ihn selbst beziehungsweise für seine Umgebung).

 

Der Lernende erlebt einen Widerspruch zu seinen alltäglichen Gewohnheiten, er kommt mit dem, was immer "funktioniert hat", in Konflikt.

 

In einem Unterricht, der teilnehmerorientiert ist, werden solche lernfördernde Konflikte nicht nur vom Lehrer oder Dozenten in Gang gesetzt, sondern von allen an dem Lernprozess Beteiligten. Wenn ein solcher Lernanstoss von dem Lernenden selbst kommt, oder von einer Person, die man gut akzeptiert, so ist die Motivation zur Veränderung relativ hoch.

 

Die geschilderten Konflikte, die das Auftauen zu fördern vermögen, können zum Beispiel verursacht werden durch:

*       Mangel an Bestätigung

*       Schuldgefühle

*       Misserfolgserlebnisse

*       die Erfahrung erfolgreicherer Handlungen durch Konfrontation mit anderen Verhaltens- und Einstellungsarten.

 

Die 2. Stufe:
Das Verändern (changing)

 

Die Entwicklung neuer Verhaltens- und Einstellungsmöglichkeiten kennzeichnet diese 2. Phase des Lernens. Zu unterscheiden ist hierbei die Suche nach Alternativformen des Verhaltens und Einstellungen und der Erprobung (Probierhandlungen) dessen, was man als Alternative glaubt für sinnvoll erkannt zu haben.

 

Die Alternativen können von verschiedenen Personen angeboten werden. Pädagogisch sinnvoll ist es, den Lernenden den Freiraum und die Möglichkeiten zu geben, die Verhaltens- beziehungsweise Einstellungsalternativen selbst zu finden. Zwingt man sie (zum Beispiel als Dozent) dem Lernenden auf, wird die Motivation zur wirklichen Veränderung relativ gering beziehungsweise nur von kurzer Dauer sein.

 

Da der Einzelne das jeweils neu zu Lernende mit seinen übrigen Verhaltens- und Einstellungsarten in ein integriertes Verhältnis bringen muss, dies aber dem Dozenten oder dem Mitlernenden jeweils nur in sehr unzureichendem Masse bekannt ist, ist im Verhaltens- und Einstellungsbereich ein Lernen nach den Prinzipien "richtig - falsch" sehr problematisch.

 

Die 3. Stufe:
Festigung, Stabilisierung (refreezing)

Die Integration der Veränderung in das gesamte Verhaltens- und Einstellungsrepertoire des Lernenden kennzeichnet diese Phase. Andernfalls hält sich die Veränderung nur kurzzeitig.

 

Dazu ist es notwendig, die Beziehungen der neuen Lernerfahrungen zu anderen vergangenen zukünftig zu erwartenden Gruppenerfahrungen (zum Beispiel Lebens- und Arbeitssituationen) herzustellen und das Gelernte auch über die Lernsituation hinaus verfügbar zu halten.

 

Die Rückkoppelung der erlebten Verhaltens- und Einstellungsänderung (sogenanntes Feed-back) an den Lernenden durch die übrigen Kursteilnehmer kann diesen Prozess der Stabilisierung positiv beeinflussen.

 

 

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2.4.3.        LEWIN im Coaching-Modell „REHA“

Das Auftauen (unfreezing) nach LEWIN findet im Coaching-Modell “REHA“ auf verschiedenen Ebenen statt….

*       …durch das Erleben des Coachs mit seinem kongruenten Handeln und seiner Haltung wird ein reflektieren und vergleichen für den Klienten mit seiner eigenen Haltung und Sichtweise möglich.

*       …durch die selbst entwickelte Veränderungsmotivation des Klienten. Er bestimmt, ob und was er an sich verändern möchte

*       …durch, dass Erschaffen eines Lernfeldes und die nötige Raumgebung für das Sammeln neuer Erfahrungen für den Klienten.

*       …durch das Begleiten im Coaching ist für den Klienten die Konsequenz seiner Handlung absehbar.

*       …durch das Integrieren des Klienten in eine Gruppe, wird das Beobachten anderer Klienten, Austauschen von Erfahrungen und Reflektion der Mitklienten ermöglicht.

 

Eine wichtige Aufgabe des Coachs im Coaching-Modell „REHA“ ist das Suchen nach Raum wo der Klient neue Verhaltens- und Einstellungsmöglichkeiten entwickeln und ausprobieren kann.

 

Dadurch wird ein Verändern (changing) nach LEWIN erst möglich. Der Coach wertet mit dem Klienten die gesammelten Erfahrungswerte auf und/oder zeigt ihm auf wohin sein Handeln führt.

 

Durch das Wohnen und Arbeiten mit der Klientengruppe über eine längere Zeitspanne wird man immer wieder mit gleichen oder ähnlichen Situationen und Rückmeldungen konfrontiert. Das Reflektier-Werden vom Coach, der Gruppe und durch die Anforderungen der Arbeitsbereiche, geben dem Klienten die Möglichkeit seine Veränderungen und das Erlernte zu festigen, stabilisieren, verfeinern und optimieren (refreezing).

 

Im Coaching-Modell „REHA“ werden durch flexibel gehaltene Führungsstile gezielte und ideale Bedingungen für das Führen, Anleiten und Begleiten der Klienten geschaffen. Der Coach kann dadurch sehr flexibel und individuell den Situationen und den Anforderungen des Klienten begegnen.  Mögliche Formen sind kurze „hierarchische“ Interventionen, enge Strukturen, „demokratisches“ Begleiten, offene Strukturen…

*       …dadurch ist ein grösserer Lerneffekt für den Klienten möglich. Er hat durch Ausprobieren, eigene Ideen und Erfahrungen einbringen die Möglichkeit mit „learnig by doing“ sich selbst und „echt „ zu entwickeln.

*       …statt Konkurrenzdenken und Widerstand zu fördern wird Unterstützung und Erfahrungsaustausch geboten. Dadurch entsteht weniger Widerstand von dem Klienten und dies wirkt sich auf die Atmosphäre im Haus aus. Die Klientengruppe bleibt sachlicher und ruhiger.

 

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2.5.             Modell der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie von Carl ROGERS

Carl ROGER wurde am  8. Januar 1902 in Oak Park, Illinois geboren. Er Begann ein Studium der Agrarwissenschaft, wechselte aber nach zwei Jahren zur Theologie. Nach Erfahrungen aus Orientreise 1922 hatte C. ROGERS Zweifel an religiösen Zwängen und verlässt das theologische Seminar. Er arbeitete in der Erziehungsberatung und schloss die Ausbildung zum klinischen Psychologen ab. 1962 war er Mitgründer der American Association of Humanistic Psychology (unter anderen mit Charlotte Bühler, K. Goldstein und A. MASLOW). 1987 starb C. ROGERS in New York

 

Es geht in der Therapie darum, dem Menschen, der Hilfe sucht, zu helfen seine Probleme selbst zu lösen. Der Mensch soll als Architekt seines Schicksals fungieren. Der Therapeut vermeidet es, Ratschläge zu geben. Seine Aufgabe besteht in der Hauptsache darin, in einer entspannten Atmosphäre den Klient zu ermutigen, über seine Probleme ins Gespräch zu kommen. Dabei ist vor allem Offenheit und Authentizität zum Gegenüber von massgeblicher Bedeutung für den Erfolg. In der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie soll erzielt werden, dass der Mensch sich verstanden fühlt und aus diesem Grund heraus Veränderungen seines Leben stattfinden.

Nach Ansicht von ROGERS ist es dem Menschen, wie anderen lebenden Organismen, angeboren, sich selbst zu erhalten und weiterzuentwickeln, und das treibt ihn wiederum dazu, sich zu entwickeln und Reife zu erlangen. Jeder Mensch ist fähig, sich selbst zu verstehen und sich konstruktiv zu verändern.


ROGERS mass der Einstellung des Therapeuten mehr Bedeutung zu als seiner fachlichen Ausbildung oder seinen Kenntnissen. Er führte das Wort "Klient" statt des üblichen "Patient" ein, um zum Ausdruck zu bringen, dass die Behandlung weder manipulativ noch medizinisch verordnet ist. Das genaue, feinfühlige Verständnis für die Erfahrungen und Gefühle des Klienten hat höchste Bedeutung, denn es hilft ihm, sich auf die Erfahrung des Augenblickes zu konzentrieren.

Begriffe wie Empathie, Kongruenz und Wertschätzung sind in der Psychotherapie durch ROGERS neu geprägt worden.

 

Empathie:

Empathie zählt zu den wesentlichen Grundlagen der Kommunikation zwischen Therapeut und Klient. Empathie im weiteren Sinne bedeutet "einfühlendes Verstehen". Empathie darf jedoch nicht verwechselt werden mit Mitgefühl, Sympathie oder so genannter Gefühlsansteckung. Auch entspricht sie nicht dem Begriff der Identifikation. Den wesentlichen Unterschied zur Identifikation bildet die Als-ob-Eigenschaft. Geht sie verloren, handelt es sich um den Zustand der Identifikation und nicht mehr um Empathie. Empathie ist die Brücke, die aus der eigenen Wirklichkeit in die Wirklichkeit des Klienten hineinführt und es ermöglicht, eine gemeinsame Wirklichkeit zu finden. Empathie ermöglicht es, sich nicht nur abstrakt, sondern konkret mit der individuellen Problematik des Klienten auseinander zusetzen. Dadurch gelingt es, sonst scheinbar inadäquate Verhaltensweisen und Reaktionen eines Klienten als in seiner Sicht durchaus adäquat und folgerichtig zu verstehen.

 

Kongruenz:
Die Echtheit und Unverfälschtheit hat ROGERS auch Kongruenz genannt, man könnte sie auch Authentizität nennen. Die Echtheit bedeutet, dass sich der Berater hinter keiner Maske oder persönlicher Fassade verbirgt, sondern imstande ist, seine Gefühle wahrzunehmen und zu symbolisieren (zu kodieren und auch weiterzugeben, auszustrahlen). Der Berater ist in der Beziehung er selbst. Im therapeutischen Prozess ist allein entscheidend, „dass er exakt ‘er selbst’ in der Beziehung ist, was immer das Selbst in diesem Moment auch sein mag.“ (ROGERS 1991, Seite 41). Je mehr der Berater in der Beziehung kongruent ist und sich hinter keiner persönlichen oder professionellen Fassade verbirgt, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Klient ändern und in konstruktiver Weise entfalten wird. " Der Berater lebt seine Gefühle und Einstellungen, die ihn im Augenblick bewegen, offen, sie sind transparent, so dass der Klient ganz klar sieht, was der Berater in der Beziehung ist. „Es besteht also eine enge Entsprechung oder Kongruenz zwischen dem körperlichen Erleben, den Bewusstseinsinhalten und den Mitteilungen an den Klienten.“ (ROGERS 1990, Seite 20)

 

Wertschätzung und Akzeptanz:

Die zweite Einstellung des Beraters ist die bedingungslose Wertschätzung, Akzeptanz oder die Anteilnahme. Dies bedeutet, dass Entwicklung oder Änderung dann wahrscheinlich ist, wenn der Berater eine positive, akzeptierende Einstellung hat, zu dem, was der Klient im Augenblick ist. Es ist eine an keine Bedingungen geknüpfte Wertschätzung dem Klienten gegenüber. Diese Einstellung gibt dem Klienten die Sicherheit, sich dem Gefühl, das ihn im Augenblick erfüllt, zu überlassen - Wut, Verwirrung, Zorn, Mut, Liebe oder Stolz, Feindseligkeit oder Zärtlichkeit, Auflehnung oder Fügsamkeit, Selbstvertrauen oder Selbstentwerten. Die Zuwendung des Beraters in der Beziehung zum Klienten hat keine besitzergreifende oder wertende Komponente.

 

Die konstruktive Veränderung des Klienten ist wahrscheinlich, wenn die Akzeptanz ein einigermaßen häufiges Element der Beziehung ist. Es ist also nicht erforderlich und als ein „Sollen“ aufzufassen, dass der Berater dem Klienten die positive Zuwendung fortlaufend entgegenbringen sollte.

Die positive Zuwendung bedeutet, dass der Berater „den Klienten als Persönlichkeit schätzt, und zwar etwa mit jener Gefühlsqualität, die Eltern für ihr eigenes Kind empfinden, wenn sie es als Persönlichkeit, ungeachtet seines augenblicklichen Verhaltens, anerkennen. Es bedeutet, dass er sich um seinen Klienten auf eine nicht besitzergreifende Weise sorgt, als um einen Menschen voller Möglichkeiten.“ (ROGERS 1985, Seite 218). Das Gefühl in dieser Zuwendung ist eine Art von Liebe, die wir als Agape verstehen können und sie ist „weder patriarchalisch noch sentimental, auch ist sie nicht von einer oberflächlich-liebenswürdigen Zuwendung“ (ROGERS 1985, Seite 218). Sie wirkt hilfreich, wenn sie vom Klienten auch wahrgenommen wird.

 

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2.5.1.        ROGERS im Coaching-Modell „REHA“  Kongruenz Empathie Wertschätzung

Der Coach stellt den Klienten in den Mittelpunkt seiner Arbeit und nicht seine Probleme. Durch „einfühlendes Verstehen“ (Empathie) mit Beobachtungen, Wahrnehmungen und Gesprächen mit dem Klienten setzt er sich  mit der individuellen Problematik des Klienten auseinander.

 

Durch (Kongruenz) transparenten, (selbst-)reflektierenden und partnerschaftlichen Umgang mit dem Klienten schafft sich der Coach eine Vertrauensbasis. Zeitgleich übernimmt er die Rolle des Vorbildes an der sich der Klient orientieren kann.

 

Mit dem kongruenten Verhalten, dem „Ernstnehmen“ des Klienten und den auch positiven Rückmeldungen in Begegnungen erfährt der Klient Wertschätzung und Akzeptanz von seinem Coach.

 

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2.6.             Das Modell „Coaching“

Eine eindeutige Definition von Coaching und Abgrenzung von anderen Begriffen ist schwer möglich. Jede Form von Seminar, Unterricht, Training wird als Coaching bezeichnet. Aus diesem Grund ist es wichtig andere verwandte Disziplinen davon genau abzugrenzen.

 

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2.6.1.        Coaching

Coaching hat seinen Wortstamm und seine ursprüngliche Bedeutung vom englischen Wort für „Kutsche“. Coach oder Coachman nennt man auch den Kutscher zu dessen Aufgabe es gehört  seine  Pferde zu leiten und betreuen. Das Bild des Kutschers möchte ich gerne dem arbeitsagogischen Coach zuweisen. Er betreut und leitet die ihm zugewiesenen Klienten und respektiert sie in seiner Haltung als eigenständige Personen. Durch das sanfte leiten durch die Zügel führt er sie zu ihrem gemeinsamen Ziel.  Allgemeiner formuliert lässt sich das Coaching als personenbezogene Beratung von Menschen im beruflichen Feld definieren.

 

Folgende Merkmale können zur Charakterisierung des Coachings herangezogen werden…

*       … Coaching ist eine individuelle Beratung, in der eine einzelne Person (Einzel-Coaching) oder eine Gruppe (Gruppen- oder System- Coaching) eine Möglichkeit hat, intensiv den eigenen Handlungsrahmen mit einem Experten zu reflektieren und zu verändern.

*       … Coaching ist eine Begleitung auf Zeit und unterstützt den Klienten bei der Hilfe zur Selbsthilfe

*       … Durch Anregungen zu individuellen Such- und Findungsprozessen in der Begleitung auf dem Weg, berufliche und private Lösungen zu finden.

*       … Coaching ist Beratung und damit „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das heisst ein Coach gibt keine Anweisungen: „Du musst erst eine Arbeit finden!“, sondern ein Coach unterstützt den Klienten, selbst eine Entscheidung zu treffen. Er versucht beispielsweise herauszufinden was den Klienten hinsichtlich seiner Arbeitsuche belastet oder was die  Möglichkeiten sind, damit der Klient bei der Arbeitssuche besser zurechtkommt.

*       … Coaching setzt damit „Autonomie“ des Klienten voraus. Das ist insbesondere in Bezug auf Drogenklienten nicht unbedingt selbstverständlich. Das Coaching unterstellt, dass der Klient in der Lage ist, selbst autonome Entscheidungen zu treffen, und dass er auch das Recht dazu hat.

*       … Coaching bietet dem Klienten „Unterstützung“ an. Beispielsweise klärt der Coach mit ihm die Ziele, Stärken und Schwächen. Unterstützung bietet der Coach auch, damit Probleme bei der Arbeitsuche von dem Klienten genauer identifiziert werden können. Durch Coaching werden aber auch Argumente geboten die von aussen Möglichkeiten aufzeigen. Aber Coaching darf dem Klienten die Entscheidung nicht abnehmen.

*       Coaching hilft dem Klienten, die Perspektive zu erweitern und seine Situation gleichsam aus anderen Perspektiven zu sehen und damit neue Möglichkeiten in den Blick zu bekommen.

 

Coaching kann, Prozess- und / oder Expertenberatung sein:

*       Prozessberatung ist Unterstützung des Klienten, selbst die Situation zu klären beziehungsweise selbst neue Lösungen zu finden. Aufgabe des Coaches ist es hier, zuzuhören und gegebenenfalls nachzufragen, damit der Klient selbst zum Weiterdenken angeregt wird.

*       Expertenberatung bedeutet, dem Klienten Anregungen und Hinweise zu geben. Das können Hinweise auf mögliche Risiken sein („Denke daran, dass deine Handlung X - diese Konsequenz Y beinhaltet“). Lösungsmöglichkeiten („Mir fallen folgende Möglichkeiten ein“) oder auch Anregungen auf der Basis der eigenen Erfahrungen („Ich an Deiner Stelle würde so Handeln und die Konsequenz wäre dies…“) gehören zur Expertenberatung des Coachings. Wie solche Hinweise und Anregungen formuliert werden, mag im Einzelnen unterschiedlich sein. Wichtig ist jedoch, dass es sich tatsächlich um Anregungen handelt, die dem Klienten Entscheidungsfreiheit lassen. Nicht: „Du musst oder solltest jetzt diese Handlung machen!“, sondern: „An Deiner Stelle würde ich das und das tun, denke darüber nach, ob es für Dich passt!“.

 

Beratung in der Tradition von Psychologie und Pädagogik ist traditionell fast ausschliesslich Prozessberatung gewesen. Beratung in der Tradition von Betriebswirtschaftslehre oder technischer Beratung Expertenberatung. Reine Expertenberatung ist stets in Gefahr, die Situation nicht adäquat zu erfassen und damit von aussen dem Klienten etwas überzustülpen, was für ihn selber nicht passend ist. Solche Ratschläge sind „Schläge“ und erzeugen in der Regel Abwehr. Pure Prozessberatung ist in vielen Situationen ebenso inadäquat. Wenn der Klient Anregungen erwartet (was in vielen Situationen der Fall ist), ist eine in diesem Fall sinngemässe Antwort: „Ich wüsste, wie ich hier vorgehen würde, aber ich sage es nicht, sondern Du musst selbst darauf kommen!" nicht hilfreich und abwertend, indem sie das Anliegen des  Klienten nicht ernst nimmt.

 

Coaching kann also sinnvollerweise Prozessberatung und Expertenberatung sein. In der Regel werden sich die Ansätze immer wieder abwechseln oder in sich verschmelzen. Zu Beginn eines Coachinggesprächs überwiegt  meistens die Prozessberatung: den Klienten zu unterstützen, selbst die Situation zu klären. Hier ist es Aufgabe des Coaches, gut zuzuhören und nachzufragen. Wenn es darum geht, neue Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, können je nach der Situation Prozess- und Expertenberatung gleichermassen geeignet sein. Den Abschluss bildet dann notwendigerweise reine Prozessberatung: den Klienten zu unterstützen, seine eigene Entscheidung zu treffen.

 

Der Coach erarbeitet mit dem Klienten Massnahmenpakete zum Thema:

*       Umgang mit sich und anderen und Möglichkeiten der Einübung neuer Verhaltensweisen.

*       Coaching verschafft einen Überblick über die eigene Situation, das Erkennen von Ursachen für konkrete Probleme und den Zusammenhang dieser 

*       Ursachen mit anderen Einflussfaktoren. Aufgabe des Coaches ist es, Dinge zu hinterfragen und nicht fertige Lösungen anzubieten (Hilfe zur Selbsthilfe).

 

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2.6.2.        Schlüsselqualifikationen, Kompetenzen und Ressourcen im Coaching

Schlüsselqualifikationen (Soft Skills) sind Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Werteinstellungen zur Bewältigung beruflicher Anforderungen. Während fachliches Wissen immer wieder erneuert werden muss, sind Schlüsselqualifikationen zeitüberdauernd und fachübergreifend. Sie spielen für den erfolgreichen Berufseinstieg und im Berufsalltag eine immer grössere Rolle. Arbeitgeber interessieren sich gleichermassen für das Fachwissen, die Praxiserfahrungen, die Zusatzqualifikationen und die vorhandenen Schlüsselqualifikationen.

 

Die Ausbildungsnoten sind nicht mehr das herausragende Einstellungskriterium. Die individuellen Berufschancen hängen heute im grösseren Masse als früher vom Besitz solcher Schlüsselqualifikationen ab. Schlüsselqualifikationen sind aber nicht nur für den Berufseinstieg und den Berufsalltag von zentraler Bedeutung. Sie fördern zudem die persönliche Entwicklung und sind wesentlich für den erfolgreichen beruflichen Abschluss.

 

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2.6.2.1.      Einteilung der Schlüsselqualifikationen in Kompetenzen

Mit dem Begriff der Schlüsselqualifikationen werden im Allgemeinen drei Kompetenzbereiche unterschieden:

 

Methodenkompetenzen

*       Methodenkompetenz bedeutet, Arbeitstechniken, Verfahrensweisen und Lernstrategien sachgerecht, situationsbezogen und zielgerichtet gebrauchen zu können.

 

Sozialkompetenzen

*       Sozialkompetenz meint die Fähigkeit, miteinander zu lernen, zu arbeiten und zu leben, also den anderen Menschen wahrzunehmen, mit ihm zu kommunizieren und selbst als Mitglied einer Gruppe Verantwortung zu übernehmen, andere Meinungen und Werthaltungen zu ertragen und die Bereitschaft, Konflikte mit anderen friedlich zu lösen.

 

Selbstkompetenzen (Persönlichkeitskompetenz)

*       Selbstkompetenz bedeutet, eigene Fähigkeiten und Stärken zu kennen und damit situationsgerecht umgehen können. Dazu gehört auch die Fähigkeit, die eigene Identität zu erarbeiten, zu erproben und zu bewahren.

(Leistungsbereitschaft, Engagement, Flexibilität und Zuverlässigkeit)

 

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2.6.2.2.      Ressourcen des Coaching

Mit Ressourcen werden die Fähigkeiten bezeichnet, die ein Individuum zur Lösung einer Aufgabe beziehungsweise eines Problems benötigt.

 

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2.6.2.3.      Fachkompetenzen des Coaching

Fachkompetenz heisst erlerntes fachliches Wissen in den Arbeitsprozess einfliessen zulassen.

 

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2.6.3.        Kompetenzen des Coach

Das Coaching etwas anderes ist als blosse Technik, ist mittlerweile wohl allgemein anerkannt. Sicher erfordert Coaching auch methodische Kompetenz, aber es erfordert zunächst einmal Persönlichkeitskompetenz, nämlich bestimmte Einstellungen und Haltungen des Coaches dem Klienten gegenüber.

 

Da Coaching immer auch Expertenberatung sein kann, erfordert Coaching auch Expertenkompetenz: Ein Projektcoach kann eine Projektleiterin nur coachen, wenn er über Expertenwissen hinsichtlich von Projekten verfügt.

 

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2.6.3.1.      Persönlichkeitskompetenz des Coach

Die Bedeutung der Persönlichkeitskompetenz in Beratung und Therapie wird wohl am deutlichsten in der Tradition der klientenzentrierten Gesprächstherapie herausgestellt.

 

Für ROGERS hängt erfolgreiche Therapie weniger von der Beherrschung wichtiger Methoden ab - ROGERS hat sich grundsätzlich dagegen gewandt, das Vorgehen der klientenzentrierten Therapie methodisch auszuführen - sondern vor drei grundlegenden Einstellungen des Therapeuten: Akzeptanz, Empathie und Authentizität.

 

Akzeptanz (ROGERS spricht in diesem Zusammenhang auch häufig von „bedingungsfreiem Akzeptieren“) bedeutet, den Klienten als Person wertzuschätzen. Der Therapeut begegnet dem Klienten „mit einer warmen, entgegenkommenden, nicht Besitz ergreifenden Wertschätzung ohne Einschränkung und Urteile... offenbar ist der Therapeut zu einer solchen emotionalen Zuwendung dann imstande, wenn er den Klienten im Innersten ganz als das akzeptieren kann, was dieser ist – oftmals eine defensive, verletzliche, innerlich zerrissene Person, die aber ungeheure Wachstumsmöglichkeiten in sich trägt (ROGERS 1977, 23f.).

 

Akzeptieren der Person bedeutet nicht, dass ein Therapeut oder ein Coach nicht problematische Verhaltensweisen wahrnehmen darf: „Der Therapeut [entsprechendes gilt für einen Coach] kann sehr wohl erkennen, dass die Probleme eines Klienten auf Faulheit beruhen, und er kann erkennen, dass der Klient dies gern verschleiern möchte. Er kann sehr wohl den Klient damit konfrontieren. Akzeptieren bedeutet aber, den Klient nicht wegen der Faulheit oder durch die Konfrontation abzulehnen“ (SACHSE 1999, 31).

 

Empathie oder „Einfühlendes Verstehen“, wird von ROGERS folgendermassen definiert: „Der Zustand der Einfühlung oder des sich Einfühlens besteht darin, den inneren Bezugsrahmen eines anderen genau wahrzunehmen, unter Einschluss der dazugehörigen gefühlsmässigen Komponenten und Bedeutungen, so als ob man selbst der andere wäre, ohne aber jemals den „als-ob“-Zustand zu verlassen“ (ROGERS 1959, 210).

 

Empathie bedeutet jedoch nicht, die Empfindungen eines Klienten selbst zu erleben: Ein Coach, der den Schmerz eines Klienten so weit miterlebt, dass er selbst davon überwältigt wird, kann nicht mehr coachen. Sondern Empathie bedeutet, die Empfindungen des Klienten zu verstehen und sie ihm widerzuspiegeln: „Ein genaues empathisches Verstehen beinhaltet die Fähigkeit, sowohl die Gefühle als auch die Erfahrungen einer anderen Person, und auch deren Bedeutungen und Signifikanz, akkurat und sensibel erkennen und mitteilen zu können.“

 

„Durch einen Prozess der probeweisen Identifikation versetzen wir uns in die Lage einer anderen Person und betrachten die Welt aus ihrem emotionalen und wahrnehmenden Blickwinkel. Weil wir nun aber nicht wirklich eine andere Person sein können, ist es uns möglich, sowohl ‚in‘ einer anderen Person zu sein und trotzdem ‚aussen vor‘ zu bleiben. Dadurch können wir die Bedeutung von Zorn, Furcht oder Freude der anderen Person fühlen, ihre Gründe und Konsequenzen aufspüren, ohne dass wir von dem Erlebten überwältigt werden.“ (Mitchell/Truax 1971, 317; vgl. SACHSE 1999, 33f.).

 

Kongruenz oder Echtheit. Für ROGERS ist dieser Faktor der wohl Entscheidende: „Dies ist die grundlegendste unter den Einstellungen des Therapeuten, die den positiven Verlauf einer Therapie fördern.

Eine Therapie ist mit grösster Wahrscheinlichkeit dann erfolgreich, wenn der Therapeut in der Beziehung zu seinem Klienten er selbst ist, ohne sich hinter einer Fassade oder Maske zu verbergen. (ROGERS 1977, 26). Kongruenz bedeutet sicher nicht, dass der Therapeut oder Coach dem Klienten ausführlich seine eigenen Empfindungen erläutert, sondern Kongruenz bedeutet für ROGERS, „…er soll die Gefühle, die er selbst erlebt, nicht vor sich selbst verleugnen und Gefühle, die in der Beziehung permanent wiederauftauchen, akzeptieren und auch äussern.“ (ROGERS 1977, 27).

 

Akzeptanz, Empathie und Kongruenz dürften auch die drei grundsätzlichen Einstellungen sein, die Voraussetzung für ein erfolgreiches Coaching ist. Es scheint jedoch, dass darüber hinaus auf der Ebene der Persönlichkeit noch weitere Faktoren eine Rolle spielen, die eine erfolgreiche therapeutische und entsprechend eine erfolgreiche Coaching-Beziehung bestimmen. In der Tradition des so genannten „transtheoretical approach“ (PROCHASKA & DICLEMENTE 1994; PROCHASKA 1998), einem gerade in den letzten Jahren viel diskutierten Versuch, jenseits unterschiedlicher therapeutischer Schulen grundlegende Erfolgsfaktoren von Therapie und Beratung zu identifizieren, werden noch zwei weitere Faktoren angesetzt: Humor und Flexibilität (zum  Beispiel Farrelly und Brandsma 2001).

 

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2.6.3.2.      Methodenkompetenz des Coachs

Während bei ROGERS die Persönlichkeitskompetenz also ausschliesslich im Mittelpunkt steht, hat sich aber sehr schnell herausgestellt, dass Therapie und Beratung bestimmte Methoden erfordern. Bereits Thomas Gordon, ein Schüler von ROGERS, der den Ansatz der klientzentrierten Therapie auf Alltagssituationen überträgt (Gordons Bücher über Familien-, Lehrer-, Schüler- und Managerkonferenz sind Bestseller geworden), transformiert die Therapeuten-Variablen in ein bestimmtes methodisches Vorgehen:

*       Empathie wird übersetzt in aktives Zuhören, das heisst die Empfindung widerspiegeln („Du bist traurig“).

*       Echtheit wird methodisch transformiert in Ich-Botschaften als eine Form, die eigenen Empfindungen auszudrücken.

*       Akzeptanz wird übersetzt in Vermeidung von Strassensperren, Türöffner, aktives Zuhören.

 

Diese methodische Wendung gilt gleichermassen für Coaching: Neben grundsätzlichen Einstellungen erfordert ein Coachinggespräch methodische Kompetenz: Wie kann der Coach der Klient dabei unterstützen, genau herauszufinden, wo die Problempunkte liegen? Wie kann ein Coach Anregungen geben, ohne sie dem Klienten überzustülpen?

 

 

Was methodische Kompetenz bedeutet, sei hier exemplarisch an den Phasen des Coachinggespräches verdeutlicht: Wenn es darum geht, im Rahmen des Coachinggespräches einem Klienten bei der Lösung von Problemen zu unterstützen, dann liegt es nahe, den Coachingprozess entsprechend dem Problemlösungsprozess zu gliedern.

 

Damit ergibt sich folgende Gliederung in vier Phasen:

 

Die Orientierungsphase

Jedes Coachinggespräch benötigt Orientierung auf zwei Ebenen:

*       auf der Beziehungsebene

*       auf der Inhaltsebene

 

Im Blick auf die Beziehungsebene ist wohl die zentrale Frage, die sich einem Klienten stellt, die nach der Beziehung: Kann ich meinem Coach vertrauen? Erhalte ich von ihm tatsächliche Unterstützung oder möglicherweise Vorwürfe und Ablehnung? Dabei entscheiden häufig die ersten Minuten in einer Kommunikation darüber, wie die Beziehung geschaffen ist. Aufgabe des Coaches ist es dann, eine vertrauensvolle Coachingbeziehung aufzubauen.

 

Auf der Inhaltsebene geht es in der Orientierungsphase darum, Thema und Ziel festzulegen: Worum geht es dem Klienten überhaupt? Was will er vom Coach haben: Möchte er, dass ihm jemand zuhört? Möchte er Unterstützung, um mit seiner Situation klarzukommen? Oder möchte er Anregung erhalten, was er tun kann?

 

Mit einem klaren Ziel steht und fällt erfahrungsgemäss ein Coachinggespräch. Ein Coach muss wissen, welche Form von Unterstützung wozu erwartet wird und stellt sich folgende Überlegungen:

*       Was ist Thema dieses Coachinggepräches?

*       Was will der Klient am Schluss dieses Gespräches als Ergebnis?

 

Die Klärungsphase

Probleme resultieren häufig daraus, dass die Ausgangssituation nicht klar ist: Wo genau liegen die Schwierigkeiten? Was hindert bei seiner Vorgehensweise? Coaching in der Klärungsphase bedeutet somit, den Klienten dabei zu unterstützen, die Situation zu klären.

 

Die Veränderungs- oder Lösungsphase

Hier geht es darum, neue Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dabei kann Coaching in zwei unterschiedlichen Formen durchgeführt werden…

*       …als Prozesscoaching, (Prozessberatung), wobei der Klient dabei unterstützt wird, selbst neue Möglichkeiten zu finden

*       …als Expertenberatung, wobei ein Coach aus seiner Sicht Anregungen gibt. Prozessberatung in der Veränderungsphase wird durch sogenannte Prozessfragen gesteuert, das heisst offene Fragen, die Anstoss zum Weiterdenken geben. Solche Prozessfragen können sein:

*       Hast Du eine ähnliche Situation in der Vergangenheit schon einmal bewältigt? Wie bist Du dabei vorgegangen?

*       Was könnten Möglichkeiten sein?

*       Was könnte ein erster Schritt sein?

*       Gab es eine Situation, in der das Problem nicht auftrat? Wie bist Du da vorgegangen?

 

Die Bewertung der Lösungsmöglichkeiten ist aber grundsätzlich durch den Klienten möglich. Er kennt sich und seine Situation genau, kann damit einschätzen welche Möglichkeiten für ihn in dieser Situation geeignet sind oder nicht. Coaching ist Unterstützung bei der Problemlösung, ohne dem Klienten die Entscheidung abzunehmen. Das eben bedeutet, dass ein Coach auch „neutral“ in Bezug auf die Lösung ist – was übrigens manchmal nicht ganz leicht ist, nämlich dann, wenn der Klient die „Lieblingslösung“ des Coaches als ungeeignet verwirft.

 

Abschlussphase

Jedes Coachinggespräch braucht ein konkretes Ergebnis und Klarheit über die nächsten Schritte. Auch das kann ein Coach durch Prozessfragen steuern:

*       Was nimmst Du als Ergebnis?

*       Was sind die nächsten Schritte?

 

Die Ergebnisse und nächste Schritte oft im Einzelnen sehr unterschiedlich. Nicht immer wird das Ergebnis eine konkrete Lösung sein, aus der sich ein konkreter Handlungsplan ergibt.

 

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2.6.3.3.      Expertenkompetenz des Coachs

Dass ein Coach, der einen Projektleiter in einem komplexen Strategieprozess coacht, Expertenwissen zum Thema Projektmanagement und Strategie benötigt, liegt auf der Hand. Für das Expertenwissen als arbeitsagogischer Coach einer Drogentherapiestation ist eine Ausbildung als Arbeitsagoge von Vorteil. Durch das breite Wissen, das im Verlaufe der Ausbildung vermittelt wird ist neben der persönlichen und beruflichen Erfahrung ein ideales Werkzeug für die Begleitung dem Klienten in der Therapie.

 

Expertenwissen und Expertenkompetenz bedeutet jedoch auch zu wissen mit wem man beim übersteigen der eigenen Fähigkeiten zusammenarbeiten kann oder wo man Unterstützung bekommt.

 

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2.6.4.        Mögliche Formen von Coaching

Einzel-Coaching

Beim Einzel-Coaching betreut ein Coach exklusiv einen Klienten. Im persönlichen Gespräch geht es darum, Veränderungs- und Selbsterkenntnisprozesse zu ermöglichen und durch Erweiterung der Selbstwahrnehmung das eigene Verhalten durchschaubar zu machen.

 

Gruppen- und Teamcoaching

An einem Gruppen- oder Teamcoaching nehmen mehrere Personen gleichzeitig teil. Die Begriffe „Gruppe“ und „Team“ sind nicht gleichbedeutend zu verwenden.

 

Selbstcoaching

Beim Selbstcoaching wendet der Einzelne Verfahren, die auch im Einzel- und Teamcoaching eingesetzt werden, ohne einen Coach an. Den Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber. Dadurch ist es möglich, dass schwache Potenziale entwickelt und nicht erkannte starke vernachlässigt werden.

 

Projektcoaching

Die Projektarbeit hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Folgende Varianten sind möglich:

*       Situationsbezogenes Projektcoaching

*       Begleitendes Projektcoaching

*       Kick-Off-Coachung

 

Systemcoaching

Das Systemcoaching findet als Gruppengespräch statt. Ziel ist es, bestehende Strukturen, Abteilungen, Bereiche u. a. effizienter zu gestalten.

 

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2.6.5.        Coaching im Coaching-Modell „REHA“

Coaching im Coaching-Modell „REHA“ wird als Begleitung dem Klienten in der stationären Therapie verstanden. Am ehesten lehnt es sich an das Einzel- und Gruppen-Coaching an. In standardisierten Sitzungen werden Probleme sachlich analysiert und reflektiert und persönliche Zielvereinbarungen nach SMART mit dem Klienten getroffen.

 

Wichtig für das Begleiten als Coach ist das Befähigen des Klienten mit… 

*       …Anregung der Selbsterkenntnisprozesse

*       …Sensibilisierung der Selbstwahrnehmung

*       …Selbsreflektion

*       …und durch das einleiten eines möglichst natürlichen Lernprozesses

…zur „Hilfe zur Selbsthilfe“

 

Der Klient als Person steht im Mittelpunkt. Probleme durch die durch die Krise der Person entstanden sind werden durch ziel- und lösungsorientierte Ansätze behandelt. Dadurch  bieten  wir ideale Vorraussetzungen für die „echte“ persönliche Entwicklung und keine Anpassungsleistungen an das System. Das Ausnutzen sämtlicher Ressourcen von und im Arbeitsbereich und „sanftes“ Führen und Lenken des Klienten dienen dabei als starkes Werkzeug des Coachs.

 

Im Begleiten des Klienten orientieren wir uns als Coach an Schlüsselqualifikationen und Ressourcen.  Der Klient schätzt seine Fähigkeiten und Schwächen selber ein und vergleicht diese nach der Diagnostikphase mit den Resultaten der Diagnostik, den Beobachtungen und den Wahrnehmungen des Coachs.

 

Das Hauptgewicht wird vor allem auf Schlüsselqualifikationen, Kompetenzen und Ressourcen gelegt die von Arbeitgeberverbänden als Wunsch oder  Bedingung erachtet werden. Diese Kompetenzen sind im das Formular „Zwischenauswertung Arbeit“ verankert.

 

Wenn der Klient sich schon auf eine berufliche Ausrichtung nach der Therapie festlegen kann werden die Kompetenzen mit den Anforderungen die das Berufsbild stellt, verglichen.

 

Dadurch kann abgeleitet werden an welchen Schlüsselqualifikationen während des Therapieverlaufs gearbeitet werden soll um optimale Bedingungen für die berufliche Wiedereingliederungen zu schaffen. Weiss der Klient noch nicht was sie nach der Therapie arbeiten möchte kann ein Vergleich mit den Berufsbildern durch die bei ihm festgestellten Ressourcen und Kompetenzen die Richtung zur Arbeitsfindung vorgeben.

 

Das Vermitteln der Fachkompetenzen ist  abhängig vom Fachwissen des Coachs und den vorhandenen Arbeitsbereichen. Bei der Personalrekrutierung wird im Idealfall auf ein ausgeglichenes und dadurch breites Spektrum an Grundausbildungen und den damit verbundenen Fachkompetenz geachtet. In der Festlegung der Arbeitsbereiche wird ebenfalls auf ein möglichst unterschiedliches und breites Angebot geachtet.

 

Als Beispiel von Aneignungs-Möglichkeiten von Fachwissen möchte ich hier drei Bereiche des Reha-Zentrums aufführen:

*       Im Garten werden Fachkompetenzen des „Gärtners“ im Bereich Aufzucht, Gemüse- und Dekorpflanzen-Produktion, Landschaftspflege, Gartenbau vermittelt.

*       Im Haus kann der Klient durch Hauswirtschaft, Küche, Renovationsbautechniken, Bautechnik und Hauswartung zu Fachkenntnissen gelangen.

*       Im Büro werden EDV-Kenntnis und Büroarbeit und -organisation vermittelt. 

 

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3.            Diagnostisches Sucht- und Krankheitsbild des Klientel

Als arbeitsagogischer Coach ist man nicht nur mit dem Klienten und seinem Wesen und Verhalten konfrontiert sondern vielfach auch mit der psychiatrischen Diagnose von ihm. Fasst man die Diagnosen aller Klienten zusammen merkt man schnell, dass hier ein starres Konzept nicht ratsam ist. Vielmehr braucht es im Coaching-Modell „REHA“ einen möglichst offenen Rahmen damit Klienten spezifisch in ihren Ressourcen und Problematiken begleitet werden können. Mit offenem Rahmen meine ich nicht, mit möglichst wenigen Strukturen, sondern mit Strukturen die an die Situation und an das Thema des Klienten angepasst werden können. 

 

Begegnet man einem Klienten mit der Diagnose Schizofrenie braucht dieser einen eher schonenden Umgang und kleinste Etappenziele damit er nicht überfordert wird. Bei fehlenden Strukturen wird der „Laden“ von einem Klienten mit Borderline- oder Disozialer- Persönlichkeitsstörung ausgehebelt.

 

Eine flexiblere Lösung sehe ich hier angebracht, stellt aber an den arbeitsagogischen Coach hohe Anforderungen. Hier erscheint es mir wichtig zu wissen, dass es sich in erster Linie immer um Menschen und nicht um „Fälle“ oder „Diagnosen“ handelt. „Ein genaues Bild“ machen von dem Klienten und mit dem einbeziehen von ihm beim erstellen des Arbeitsauftrages und der Zielvereinbarung erleichtert das arbeiten sehr.

 

In diesem Abschnitt möchte ich versuchen durch die Anforderungen und Kriterien der psychiatrischen Diagnose einen Weg des optimalen Begleitens des Klienten finden.

 

Fachliche Hilfe dazu holte ich mir aus dem Unterrichtsmaterial des Ausbildung VAS, dem Fachpersonal  und aus Literaturen wie PETER FIEDLER, RAINER SACHSE, EDWALD RAHN, ASMUS FIZEN und ICD10

 

Zuordnung nach ICD10:

F1

psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (Sucht)

F2

Schizophrenie, schizotrope und wahnhafte Störungen

F3

Affektive Störungen (Manie, Depression, Bipolare Störungen) zum Beispiel Erschöpfungsdepression

F4

Neurotische Belastungs- un somatoforme Störungen

F6

Persönlichkeitsstörungen (Exzentrische, Dramatische , Ängstliche Persönlichkeiten, Borderline)

 

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3.1.             F1 Psychische- und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen – Sucht

Begünstigende Faktoren und Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie sind…

*       … das Wiederentdecken der Lust auf  Vergnügen, Interessen

*       …das Verständnis des Klienten über die Nachteile eines sozialen Rückzuges und Erkennen der Vorteile eines soziales Umfeldes

*       …das Gelingen eines Wiederaufbaus von kognitiven Funktionen

*       … das Finden eines Ausgleichs im Umgang mit Druck und Belastung im Privatleben wie auch bei der Arbeit

*       …das Gelingen des Aufbaus der Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen der Person-Umwelt-Beziehungen und damit dem Herabsetzen der Vulnerabilität

*       …das Finden einer Therapie die dem Klienten entspricht und von der er überzeugt ist

*       … das Unterstützen des Coachs bei der Entscheidungsfindung des Klienten, von seiner Sucht los zu kommen

*       … die Sinngebung für das Leben des Klienten

*       …das Anbieten von Lösungsansätze beim Auftauchen von problematischen Situationen oder Problemen

*       … das Aufzeigen der Haltung, dem eigenen Wert-Sein des Klienten,   seinen Handlungen und den damit verbundenen Wirkungen und Konsequenzen

 

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3.2.             F2 Schizophrenie

Begünstigende Faktoren und Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie sind…

*       … die Einsichtigkeit des Klienten für die medikamentöse Behandlung (Antipsychotika) trotz der einschränkenden Nebenwirkungen, wie beispielsweise Müdigkeit, Verlangsamung des Denkprozesses und Koordinationsprobleme

*       … das Verständnis des Klienten, das mit medikamentöser Behandlung eine Stabilisierung und Linderung der Krankheit möglich ist.

*       … das Erkennen und Nutzen der eigenen Ressourcen durch den Klienten damit ein angemessenes und sinnvolles Leben möglich wird.

*       … das Ernst nehmen der Nachteile der Krankheit mit ihren Einschränkungen, doch diese durch positive und echte Lösungsansätze zu ersetzen versuchen.

*       … das Einschränken der Therapie auf  möglichst wenige Bezugspersonen

*       … das Vermeiden von Stressoren (unspezifischer Stress, Belastungs- und Überforderungssituationen) während und nach der Therapie.

*       … sofortige Entlastungen des Klienten bei Überforderung

*       … die regelmässige Einnahme der Medikation durch den Klienten

*       … die Psychosoziale Behandlung (emotionale Unterstützung und Hilfe im Verständnis von schizophrenen Psychosen und deren Prodormalsymptomen)

*       … das Schaffen eines vertrauensvollen, therapeutischen Verhältnis mittels Wertschätzung, Akzeptanz und emotionale Wärme. Wohlwollende klare Kommunikation, kongruentes Verhalten des Therapeuten (Anwendung von ROGERS)

*       … Unterstützung für die Therapie durch das Erstellen eines Behandlungsplans oder Vertrages.

 

Zentrales Anliegen bei dieser Behandlung ist es, vorhandene soziale Fähigkeiten des Klienten zu fördern beziehungsweise die Verstärkung sozialer Defizite zu verhindern.

 

Dabei sollte die Förderung nach dem Prinzip der kleinen Schritte erfolgen, so können zum Beispiel in der Arbeitstherapie die Anforderungen bezüglich Arbeitszeit, Intensität und Komplexität der Arbeit abgestuft gesteigert werden.

 

Je nach individuellen Fähigkeiten kann der Klient nach einem vollstationären Aufenthalt teilstationär behandelt werden und später in grösserer Selbständigkeit beispielsweise in einer therapeutischen Wohngemeinschaft leben.

 

Zu diesem Zweck werden folgende Massnahmen unternommen:

*       Rehabilitative Massnahmen in der Therapie durch den Psychiater, Psychologen

*       Arbeits- und Beschäftigungstherapie als Tagesstruktur und Sinngebung durch den arbeitsagogischen Coach 

*       Arbeit an den Milieufaktoren

*       Teilstationäre Behandlungsangebote nach der Therapie durch  Geschützter Arbeitsplatz und Betreutes Wohnen

 

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3.3.             F3 affektive Störungen

Begünstigende Faktoren und Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie bei Klienten mit der Diagnose Depression sind…

*       … das Wecken von Interessen oder Freude an Aktivitäten.

*       …feiner Leistungsaufbau und Aktivieren von eigenen Ressourcen führen zu Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.

*       …durch Selbst- und Fremdreflektion Aufheben der unbegründete Selbstvorwürfe oder unangemessenen Schuldgefühle.

*       …Ernstnehmen von suizidalem Verhalten (wiederkehrende Gedanken an Suizid) und über Suizid offen reden.

*       …zu keinen Entscheidungen zwingen.

*       …nicht an ihren Willen appellieren (sinnlos).

*       …regelmässige Medikamenteneinnahme.

*       …Überzeugungsversuche, dass es dem Klienten besser gehe, unterlassen (man verliert sonst sein Vertrauen).

*       …bewusst werden, dass der Klient nicht arbeitsscheu ist, er kann durch die Einschränkung seiner Krankheit nicht mehr leisten.

 

Ohne Behandlung bilden sich die Krankheitssymptome innerhalb von Wochen oder Monaten zurück. Die Gefahr eines Rückfalls ist jedoch erheblich.

 

Begünstigende Faktoren und Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie bei Klienten mit der Diagnose Manie sind…

*       …Ablenkbarkeit oder dauernder Wechsel von Aktivitäten durch die Gestaltung der Arbeit und des Arbeitsplatzes einschränken.

*       …tollkühnes oder leichtsinniges Verhalten durch beruhigende Massnahmen dämpfen.

*       …die Stimmung ist vorwiegend gehoben, expansiv oder gereizt und für die Betroffenen deutlich abnorm.

*       …nicht an seinen Willen appellieren (sinnlos).

*       …regelmässige Medikamenteneinnahme.

*       …Überzeugungsversuche, dass es dem Klienten besser gehe, unterlassen (man verliert sonst sein Vertrauen).

 

Die Betroffenen sind nicht oder nur schwer krankheitseinsichtig. Oft ist es Schwer zu unterscheiden, ob es sich um eine Schizophrenie oder um eine Manie handelt.

 

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3.4.             F4 Angststörungen, Neurotische Belastungs- und somatoforme Störungen

Begünstigende Faktoren und Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie sind…

*       …feiner Leistungsaufbau und Aktivieren von eigenen Ressourcen führen zu Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.

*       …durch das Ernst nehmen des Klienten das Vertrauen gewinnen und in kleinsten Schritten die Angst überwinden.

*       …durch Selbst- und Fremdreflektion die Angst des Klienten aufheben und dadurch vermeiden der unbegründeten Selbstvorwürfe oder unangemessenen Schuldgefühle.

 

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3.5.             F6 Persönlichkeitsstörungen

Begünstigende Faktoren und Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie sind…

*       Das Verständnis des Coachs des Krankheitsbildes: Ich- Syntonizität Das heisst kein Konfliktbewusstsein, der Klient empfindet sein Verhalten als Normal und durch missliche Umwelteinflüsse hervorgerufen  (SACHSE, 2001, Persönlichkeitsstörungen)

*       Enge Vernetzung (zum Beispiel durch Informationsaustausch) des arbeitsagogischen Coachs mit den anderen Teamern und Bereichen (Sozialdienst, Psychotherapie) verhindert die Spielebene des Klienten und schafft Klarheit durch gemeinsame Ziele und Haltungen

*       Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung durch klares, kongruentes, wohlwollend kritisches Verhalten des Coachs.

*       In Konfliktsituationen auf der Sachebene bleiben oder hinführen.

 

Auszugsweise möchte ich hier noch ein paar begünstigende Faktoren für einige der Persönlichkeitsstörungen aufführen:

 

Paranoiden Persönlichkeitsstörung

*       Aufbau einer Vertrauensvollen Beziehung durch klares, kongruentes, wohlwollend kritisches Verhalten.

*       In Konfliktsituationen auf der Sachebene bleiben oder hinführen.

 

Schizoiden Persönlichkeitsstörung

*       Stufenweise Begleitung durch SIVUS vom Einzelkämpfer zum Zweiergespann und Kleingruppe ins Team führen. Positive Erfahrungen sammeln lassen im zusammenarbeiten mit Anderen. Jedoch Rückzugsmöglichkeiten schon zu Beginn anbieten und klären.

*       Ettapenziele verhindern Überforderung und geben Sicherheit

*       Auswertung von Lob und Kritiksituationen

*       Wohlwollende feine Kritik aber mit klaren, festen Grenzen

 

Dissozialen Persönlichkeitsstörung

*       Aufbau einer Vertrauensvollen Beziehung durch klares, kongruentes, wohlwollend kritisches Verhalten.

*       Frustabbauende Elemente einbauen (gezieltes Abfragen wo jemand steht und was ihn beschäftigt, Themen die Frust auslösen Thematisieren)

*       Notfallpack für  Aggression (Regeln, STOP-Karten, Ansprechen)

 

Emotional instabilen Persönlichkeitsstörung (Impulsiver-Typ & Borderline-Typ)

*       Bei Konfrontation eines Problems zuerst klären, dann konfrontieren und am Schluss dem Ganzen eine Bedeutung zuweisen ermöglicht eine sanfte Konfrontation die weniger Abwehrverhalten und Erregung des Klienten hervorruft.

 

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3.6.             Klienten mit Psychiatrischer Diagnose im Coaching-Modell „REHA“

Ich erachte das Coaching-Modell „REHA“ besonders geeignet für das Begleiten eines Klienten mit psychiatrischer Diagnose. Das Modell ist bewusst sehr offen ausgelegt damit möglichst ein uneingeschränkter offener Rahmen vorliegt. Vergleichen möchte ich es mit einem Koffer den man mit den nötigen Modulen und Hilfsmittel dem Reiseziel angepasst voll packen kann. Natürlich wird auch das arbeitsagogische Coaching-Modell nicht die Patentlösung für sämtliche Suchtklienten sein doch bietet es die Möglichkeit möglichst auf die verschiedenen Problematiken und Eigenheiten jedes Einzelnen eingehen zu können.

 

Das alte Vier-Stufen Modell lies Klienten an den Stufen und den damit verbundenen Anforderungskriterien scheitern und lies künstliche Probleme entstehen. Konnte ein Klient beispielsweise nicht in der Küche oder im Hausreinigungsdienst arbeiten passte er nicht mehr ins Konzept. Es konnte kein Therapievortschritt festgestellt werden weil es dem Klienten durch seine „Störung“ nicht möglich war die Hürde zu überwinden. Die folge war oft Ratlosigkeit im Team oder das umgehen des Konzeptes, was verständlicherweise auch nicht eine gute Lösung ist. Im Konzept waren als Bedingungen für das abschliessen einer erfolgreichen Therapie, die berufliche Wiedereingliederung und ein selbstständiges Wohnen nach der Therapie vorgesehen. Problematisch wurde es, wenn wir einen Klienten mit psychiatrischer Diagnose Schizofrenie aufnahmen und dies für ihn ein zu hohes Ziel bedeutet. Eine erfolgslose Therapie war somit vorprogrammiert.

 

Dank des flexibleren offenen Rahmens haben wir nun mehr Spielraum. Erklärtes Ziel am Ende der Therapie kann sein, arbeiten in einer geschützten Werkstatt und betreutes Wohnen.  Beispielsweisen kann die Begleitung und Förderung eines Klienten mit „Schizophrenie“ nach dem Prinzip der kleinen Schritte erfolgen. Im Modell wird der Klient nicht mehr abhängig von der Stufe und dem damit verbundene Leistungs- und Handlungsverhalten beurteilt, sondern kann In Bezug auf  den Anforderungen bezüglich Arbeitszeit, Intensität und Komplexität der Arbeit abgestuft und individuell gesteigert werden.

 

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4.            Verschmelzung der Modelle und Klientendiagnosen zum arbeitsagogischen Coaching-Modell „REHA“

Das arbeitsagogische Coaching-Modell „REHA“ orientiert sich an den Konzepten, Modellen und Philosophien von ANTONOVSKY, ROGERS, MASLOW und LEWIN.

 

Im Coaching-Modell „REHA“ wird der Klient in verschiedenen Etappen begleitet, die ich im nachstehenden Text „Phasen“ nenne.

 

Zu Beginn der Therapie steht die Diagnostik-Phase. In dieser ersten Phase werden vom Therapie-Coach und Arbeitsagogen-Coach diagnostische Abklärungen zum Klienten gemacht die in einer gemeinsamen Sitzung Ausgewertet werden. In dieser ersten Sitzung wird über das Vorgehen und nötige Setting diskutiert und der Therapieverlauf grob geplant.  Die zweite Phase, die Entwicklungs-Phase beinhaltet vor allem das finden von Lösungsstrategien. In der dritten Phase des Coaching-Modells „REHA“, der Trainings-Phase werden durch erhöhte Anforderungen und Herausforderungen möglichste viele der Erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Lösungs- und Zielstrategien trainiert und unter Umständen noch korrigiert oder angepasst. Die vierte Phase ist die Integrations-Phase in der es nun auch allmählich um die berufliche Integration und Aussenorientierung geht. Der Schwerpunkt liegt hier die Erfahrungen und das Erlernte der Trainings-Phase zu festigen und damit zu manifestieren. Nach einer Schlussauswertung und dem Beenden des Coachings wird die vierte und letzte Phase, Normalisierungs-Phase, ohne Coach stattfinden. Der Klient hat eine seinen Möglichkeiten entsprechende Anschlusslösung an die Therapie gefunden. Der Klient hat beim erreichen dieser Phase eine erfolgreiche Therapie absolviert und kann seine Erfahrungen im Alltag einfliessen lassen.

 

In der ersten Phase der Therapie, der Diagnostik-Phase, findet nach vier Wochen die erste Standortbestimmung dem Klienten statt. Der Klient hat vorgängig einen Qualifikationsfragebogen ausgefüllt und gibt diesen vor dem Gespräch ab. Dadurch erhält der Coach eine Selbsteinschätzung über die Kompetenzen, Stärken und Schwächen des Klienten. Mit diagnostischen Mittel wie das „Zwischenauswertung Arbeit“-Formular und dem HAMET-Test mit Beobachtungen und Wahrnehmungen im Alltag erarbeitet der Coach eine Einschätzung über die Themen des Klienten (IST-Lage). Durch das hinzuziehen der Diagnostik des Therapie-Coachs kann nun der Verlauf des Therapieweges festgelegt werden. In der Auswertungssitzung wird dieser mit dem Klienten besprochen. Durch das festlegen an welchen Themen in der Therapie mit dem Klienten gearbeitet wird und dem erteilen eines Auftrages durch den Klienten ist nun ein Ressourcen- und Zielorientiertes arbeiten mit dem Klienten möglich (SOLL-Lage). Hier als wichtig finde ich hier, dass ich in meiner Rolle als Coach nicht bestimmend bei der Entscheidungsfindung und Themensuche dem Klienten gegenüber auftrete sondern durch aufzeigen des Weges und damit verbundenen Zielen den Klienten beraten kann.

 

Steht der Auftrag fest werde ich unter Berücksichtigung der IST- Lage, der Diagnostik und unter Berücksichtigung der vorhandenen psychiatrischen Diagnosen nach unterstützenden Massnahmen und Hilfsmitteln suchen damit ich der Klient optimal durch die Therapie begleiten kann. Der Verlauf der weiteren Phasen hängt nun stark vom Auftrag den benötigten Massnahmen ab. Durch das schaffen eines optimalen Lernfeldes, dem Auswerten der Zielvereinbarungen in regelmässigen Sitzungen kann nun eine an den Bedarf und Bedürfnissen angepasstes Begleiten des Klienten stattfinden.

 

Dank dem für die viele Problematiken geeigneten und flexiblen Modell, Konzept und den unterstützenden Instrumenten aus der Arbeitsagogik, die nicht die Probleme sondern den Menschen mit seinen Fähigkeiten und Ressourcen ins Zentrum der Therapie stellen, ist eine positive Entwicklung möglich…

 

1. Durch das Abdecken des Grundbedarfs nach MASLOW und Beachten des logischen Aufbaus der Ziele

 

*       Konkret heisst dies: Erst wenn der Grundbedarf, einen Dach über dem Kopf und genügend Essen abgedeckt  ist, das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermittelt wird, der Beziehungsaufbau im sozialen Umfeld hergestellt ist, wird eine Selbstverwirklichung erst möglich.

 

2. Statt bei Fehlern zu sanktionieren werden Konsequenzen reflektiert (lösungs- und ressourcenorientiert) und Kohärenz hergestellt:

 

*       Das Aufzeigen von Lösungsansätzen ermöglicht eine positive Entwicklung durch „echtes“ Lernen aus Erfahrung. Im Vergleich zu anderen Modellen (Hierarchisch) wo es zu negativen Anpassungen an das Systems kommt ausgelöst durch restriktive Sanktionen. Das Coaching-Modell „REHA“ lässt den Menschen sein Handeln und die damit verbundene Auswirkung auf die Situation verstehen.

 

*       Durch das Auswerten der Situation und den Konsequenzen seines Handelns erlebt der Menschen Erfahrungen. Dies ermöglicht das Erarbeiten von Lösungsansätzen und gibt ihm somit das Werkzeug sein Leben zu handhaben.

 

*       Das Zuweisen von Bedeutungen für das eigene Handeln, Situationen und das Verständnis für die entstandenen Konsequenzen führen zur Selbstsicherheit, Eigen- und Fremdverantwortung, Stärkung der Ressourcen und damit für das Gesund-Werden oder Gesund-Bleiben nach ANTONOVSKY.

 

3. Positive Wertschätzung, den Menschen im Zentrum und  kongruentes Verhalten nach ROGERS ermöglichen die echte Basis des Vertrauens zwischen dem Klienten, dem Arbeitsagogen und dem Therapeuten.   

 

 

Auf der Grundlage der verschiedenen Modellansätze leite ich für mein Coaching-Modell „REHA“ folgendes ab:

 

*       Der Mensch besitzt die Fähigkeit und Notwendigkeit zur Selbststeuerung und Selbstregulation.

*       Die Änderung kann nur vom Klienten selbst herbeigeführt werden.

*       Aufgabe des Coachs ist es, den Klienten dabei zu unterstützen und anzuregen, Vertrauen in seine eigenen Veränderungsmöglichkeiten zu entwickeln und weiter auszubauen.

 

Ziel des Coaching-Modell „REHA“ ist eine Endlage (Soll-Lage) des Klienten, die gekennzeichnet ist durch

 

*       verbesserte Modifikationsbereitschaft und -fähigkeit; Bereitschaft zur Auseinandersetzung

*       verbesserte Selbsthilfe, Selbststeuerung und Handlungskompentenz

 

Diese Veränderung erfordert auf der Seite des Klienten aktive Lernprozesse von kognitiv-rationaler Art, mit deren Hilfe neue Erfahrungen aufgebaut und ausgewertet werden können. Sie umfassen Vorgänge

 

*       der Widerstandsauflösung,

*       der Auseinandersetzung mit sich selbst und mit der eigenen Lebenslage und

*       dem Bemühen um eine verbesserte Handlungskompentenz für die Bewältigung der lebensweltlichen Realität

 

Der Veränderungsprozess im Klienten wird durch den Coach angeregt und unterstützt, indem er mit Hilfe bestimmter Grundannahmen, Zielvorstellungen, Mittel und Techniken den Lernprozess in einer interaktiven Beziehung stimuliert.

 

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4.1.             Schwierigkeiten des Coachingmodells „REHA“

Schwierigkeiten bei der Einführung des neuen Modells erlebe ich vor allem im Prozess der zeitgleich im Team stattfindet. Wichtig zu wissen ist es hier, dass sich der Wechsel oder die Einführung nicht nur im Arbeitsagogen-Team Veränderungen mit sich bringt sondern auch an den Schnittstellen zu den anderen Bereichen im Team.  Zuerst ist zwingend eine Diskussion im Team zum neuen Modell nötig. Hier sollte vor allem geklärt werden welche Folgen das Einführen des Coaching-Modells hat. Beispielsweise wird es Änderungen in der Arbeitsweise geben wie eine Situation anders als bisher gewohnt beurteilt wird. Auch die Klärung der eigenen Haltung sollte hier zur Aussprache kommen. Aus meiner Erfahrung wird sich einiges Verändern oder  in Bewegung geraten. Je klarer und genauer man vor der Einführung Informiert desto weniger Probleme und Fragen tauchen später auf. Auch der Zeitpunkt und das Tempo der Umstellung sollte durch das Team genau festgelegt werden, da eine Veränderung immer auch eine gewisse Unruhe mit sich zieht.

 

Bei uns tauchen vorwiegend Fragen zum Thema Struktur und Klientenproblematiken auf. Dies braucht von meiner Seite her ein besseres sensibilisieren des Teams vor allem auf folgende Feststellungen:

*       Es ist „normal“, dass es im Vergleich zum alten „hierarchischen-System“ vermehrt Situationen gibt, die auf den ersten Blick als problematischer erlebt werden. Diese Probleme entstehen nun nicht mehr erst nach der Therapie sondern werden hier transparent und spürbar im Alltag. Diese Reibungsfläche ist aber für das Arbeiten mit dem Klienten dringend notwendig, denn nur so ist es ihm  möglich Erfahrungen zu sammeln, Veränderungen zu durchleben und damit das nötige Rüstzeug für die Selbsthilfe in schwierigen Situationen zu haben.

*       Wir haben den „Laden“ trotz oder dank den flexiblen Führungsmöglichkeiten fest im Griff und brauchen nicht zwingend eine ständige hierarchische Führung für die Strukturgebung. Strukturen müssen nicht immer herausragen, sondern können durchaus auch feiner, weicher und weniger sichtbar sein. Es braucht aber eine gewisse Zeit der Umstellung, bis jedes Teammitglied seine Ängste bezüglich „loslassen der Leinen“ abbauen kann und feststellt, dass man auch mit feineren und weicheren Strukturen eine hohe Strukturierung aufbauen kann. Dies kann aber durchaus eine Perspektivenverschiebung und Haltungsänderung zur Folge haben, wenn man von der Defizit- und Problemorientierten Sichtweise zur Ressourcen- und Zielorientierten Betrachtung wechselt.

*       Wenn es für den Klienten notwendig ist sein Problem erlebbar zu machen kann das arbeitsagogische Arbeiten mit dem Klienten ab und zu etwas unruhiger wirken. Hier ist es wichtig, dass man die offen und transparent im Team kommuniziert und eng mit dem Therapie-Coach zusammenarbeitet.

*       Das gesamte Bild der Arbeitsagogik wirkt ruhiger. Dies bedeutet nicht das wir nicht am Ball sind und vieles gar nicht mitkriegen was in unseren Arbeitsbereichen läuft. Im Gegenteil, auch wenn wir nicht mehr durch das zwar spannender Wirkende Darstellen hierarchischen Interventionen und  dem selbstdarstellerischen, profilierenden „vor den Bug schiessen“ auffallen, arbeiten wir konfrontativ und aufzeigend. Die Präsentation wirkt einfach „ruhiger“ wenn wir über unsere Beobachtungen, Wahrnehmungen, Interventionen, Zielvereinbarungen dem Klienten sachlicher Berichten.

*       Respektvoller, überlegter, wohlwollender, freiraumschaffender, reflektierender Umgang mit dem Klienten darf nicht verwechselt werden mit Strukturlosigkeit, Zügel aus der Hand geben und weniger präsent sein. Der Coach ist dem Klienten „näher“ als im hierarchischen System nur hier als unsichtbarer „guter und weiser Geist“.

 

 

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5.            Arbeitsagogische Begleitung dem Klienten mit dem Coaching-Modell „REHA“

Der Arbeitsalltag eines arbeitsagogischen Coachs ist sehr vielfältig.

 

Rein strukturell gehört zum Arbeitsgebiet und Verantwortung, dass der Tagesbetrieb der Therapiestation aufrechterhalten wird. Immobilienpflege durch Neu-, Umbauten und Renovationsarbeiten müssen hier geplant, organisiert und ausgeführt werden. Weiter gehört zum Arbeitsauftrag das abdecken des Grundbedarfs wie die Organisation der Lebensmittel, die Zubereitung der Malzeiten und die Reinigung des Gebäudes.

 

Auf der Betreuungsebe macht dich der Coach durch Wahrnehmungen, Beobachtungen und mit Hilfe von Diagnostikinstrumenten ein Bild von dem Klienten. Durch Gespräche, Reflektion und konstruktiver Kritikwerden gemeinsame Zielvereinbarungen getroffen die vom Coach in die Wege geleitet und überwacht und ausgewertet werden.

 

Natürlich ist die Arbeit eines arbeitsagogischen Coachs noch viel grösser und komplexer. Doch das nähere betrachten würde sicher ein ganzes Buch füllen und den Rahmen dieses Skripts sprengen. Nachfolgend möchte ich den Rahmen und organisatorische Mittel aufzeigen, durch die der Arbeitsalltag und das begleiten dem Klienten in der Therapie trotz der Grösse und Komplexität des Coachingaufwandes möglich wird. An einigen Stellen werde ich schon ziemlich konkrete Abläufe aufzeigen die zum Teil auch schon Anwendung bei uns finden. Sie dienen aber nur zur Auswertung und befinden sich bei uns im Reha-Zentrum Niederlenz in der Abklärungsphase. Ich möchte hier nochmals erwähnen, dass die vorliegende Diplomarbeit kein fertiges Konzept darstellen soll, sondern als Grundlage, Skript und Anregung für Disskusionen dienen soll. Noch nicht alle Punkte sind bis ins Detail ausgearbeitet und andere müssen nach der Abklärungs- und Testphase genauer Beurteilt und eventuell angepasst werden.

 

Im arbeitsagogischen Coaching-Modell „REHA“ begleiten wir den Klienten in verschiedenen Phasen die durch unterschiedlichen Anforderungen und Kriterien gekennzeichnet sind. Jedem Klienten wird ein persönlicher Coach zur Begleitung in der Therapie zugewiesen der durch diagnostische Abklärungen Themen aufdeckt die er mit dem Klienten bespricht. Durch Beratung des Coachs ist es dem Klienten möglich zu entscheidet an welchen Themen er arbeiten möchte. Durch eine Zielvereinbarung mit dem Klienten entsteht ein Auftrag an den Coach. Durch das Einbeziehen der Anforderungen des Arbeitsplatzes und der Arbeitsbereiche ist der Coach bemüht gute Voraussetzungen für ein möglichst ideales Lernfeld zu schaffen. Das Einhalten des Zieles wird an den regelmässigen Auswertungssitzungen  überprüft  oder eventuelle Abpassungen vorgenommen. Durch den Status eines Klienten schaffen wir nicht nur den Anreiz eines Aufstiegs, sondern kennzeichnen damit auch Anforderungen und Ansprüche die an diesen Status gebunden sind.

 

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5.1.             Persönlicher Coach

Jeder Klient wird von einem persönlichen Coach im arbeitsagogischen Bereich in der Therapie begleitet. Der Coach übernimmt die Einführung ins Coaching-Modell zu Beginn der Therapie und klärt die Situation des Klienten in der ersten Phase der Therapie ab. Auswertungen und Coachinggespräche werden vom Coach geführt. Ist dem Coach die Beobachtung seines Klienten nicht möglich, weil er in einem Arbeitsplatz eines anderen Coachs arbeitet, holt sich die Bezugsperson die Informationen und Einschätzungen bei seinem Team-Kollegen. Den Vorteil des Bezugspersonen-Systems sehe ich vor allem bei der konstanten Betreuung des Klienten durch ein und denselben Coach. Möglich ist so auch das Beobachten über einen längeren Zeitraum und ein Erarbeiten von länger dauernden Zielvereinbarungen. Der Coach befasst sich über eine lange Zeit mit den Themen des Klienten, kann sich durch einen guten Überblick in die Situation vertiefen. Einen weiteren Vorteil sehe ich auch durch das klare zuständig sein für einen Klienten wie beispielsweise der Dossierpflege.

 

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5.2.             Begleitung der Klienten in Phasen  

Der Klient wird als erstes im Arbeitspool „Garten“ oder „Haus“ eingesetzt. Die dort anfallenden Arbeiten können von allen Klienten vom Anforderungsprofil ausgeführt werden, da es sich um schnell erlernbare, einfache Arbeitsabläufe handelt. Der Klient wird in der ersten Phase der Therapie, der Diagnostik-Phase,  eng betreut. Der Coach nimmt im erhöhten Ausmass Entscheidungen und Verantwortung ab und reflektiert das Handeln und Verhalten dem Klienten nur leicht. Dadurch ist es dem Klienten möglich seine Anstrengungen, Bemühungen und Energien auf das Minimum zu beschränken und damit auf sich zu konzentrieren und sich einzuleben. Termine für Gespräche, genaue Arbeitstagesziele und Arbeitsabläufe werden von aussen vorgegeben.

 

In der zweiten Phase der Therapie, der Entwicklungs-Phase, wird der Klient in seiner Selbstständigkeit, dem Verantwortungsbewusstsein, dem lösungsorientierten Denken und Handeln und Aneignen von Eigeninitiative gefördert und gefordert. Der Klient bemüht sich um Termine bei seinem Coach, legt seine Tages- und Wochenziele weitgehend selber fest. 

 

Die dritte Phase der Therapie, die Trainings-Phase, legt den Schwerpunkt auf dem zielorientierten, kreativen Denken und Handeln dem Klienten. Sie führt Arbeiten ohne markante Einschränkungen selbständig aus, übernimmt Selbst- und Fremdverantwortung und organisiert sich weitgehendst selber.

 

Das arbeitsagogische Coachingziel ist es, der Klient möglichst in folgenden Punkten so weit als möglich zu fördern und fordern…

*       …der Selbstständigkeit

*       …des Verantwortungsbewusstsein

*       …eines lösungsorientierten Denken und Handeln

*       …des zielorientiert Denken und Handeln

*       …der Eigeninitiative

*       …des kreativen Denken und Handeln

 

Erreicht wird dies durch…

*       …Auswerten von Handlungen und Situationen

*       …Aufzeigen verschiedenster Lösungsansätze

*       …Einbezug dem Klienten bei der Arbeitsplanung und -organisation

*       …Mitentscheiden dem Klienten bei der Zielvereinbarung

*       …kongruentes Auftreten des Coachs

*       …klare Zielformulierung

*       …Einbezug und Mitentscheidung dem Klienten bei der Zielvereinbarung

*       …statt das Problem im Zentrum zusehen, der Klient mit seinen Fähigkeiten, Ressourcen und seiner ganzen Person

*       …begleiten des Klienten vom IST-Zustand (A) in den Soll-Zustand (B) der von dem Klienten festgelegt wird. Der Coach zeigt dem Klienten auf wohin das A nach B führt und leitet die nötige Unterstützung ein.

*       …verschiedene Arbeitsplätze mit verschiedensten Anforderungen und dadurch Förderungsmöglichkeiten für den Klienten.

*       …Anreize schaffen, wie den Aufstieg in einen höheren Status für den Klienten. Mit höherer Verantwortung, Anforderungen und erweiterten Kompetenzen wird so zum Beispiel als Bereichsverantwortlicher ein ideales Lernfeld geschaffen.

*       … konstruktiver wohlwollender Kritik und mit Reflektion bei nicht massivem Fehlverhalten

 

 In der vierten Phase wird das Training durch Integration ersetzt. Während in der Trainings-Phase Erfahrungen immer wieder in die Zielvereinbarungen einfliessen geht es in der Integrations-Phase um das verinnerlichen der neunen Lösung. Im Idealfall sollten zu diesem Zeitpunkt keine neuen Themen mehr angegangen werden sondern durch erhöhte Anforderungen und ein optimales Lernfeld die Erfahrungen und das Erlernte gefestigt werden. In dieser Phase überprüft der Klient seine Ziele selbständig und bespricht nur noch seine Erfahrungen damit oder allfällige Schwierigkeiten in der Coaching-Sitzung. In der Integrations-Phase geht es nun vermehrt auch um die Aussenorientierung. Die berufliche Wiedereingliederung oder eine Anschlusslösung nach der Therapie wird für den Klienten durch genaue Abklärungen eingeleitet. Je nachdem was für eine Anschlusslösung möglich ist, eine berufliche Wiedereingliederung in der freien Marktwirtschaft oder das wechseln in einen geschützten Rahmen wird die Vorgehensweise bestimmt. Integrations-Phase bedeutet auch zeitgleich die die letzte Phase für das Coaching und deshalb ist am Ende eine Gesamtauswertung des Therapieverlaufes vorgesehen.

 

Die Normalisierungs-Phase findet wie bereits erwähnt ohne einen Coach statt. Der Klient versucht nun im Alltag sich weiter zu stabilisieren und seinen Erfahrungen auszubauen und sein Leben möglichst ohne fremde Hilfe selber zu organisieren.

 

Die nachstehende Grafik „Verlaufsphasen der Klientenbetreung des arbeitsagogischen Coaching-Modell“ beschreibt in groben Zügen die verschiedenen Phasen mit ihren wichtigsten Eckdaten.


 

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5.3.             Der Status

Im Coaching-Modell „REHA“ wird dem Klienten Abhängig von seiner Entwicklung und seiner Qualifizierung ein Status zugesprochen. In der Abbildung „Status (Personalschlüssel) des arbeitsagogischen Coaching-Modell“ ist der mögliche Status und die dazugehörende Funktion aufgezeigt. Je nach Status ergibt sich unter Umständen ein anderer Verlauf der Therapie.

 

Kommt ein Klient frisch in die Therapie hat er den Status Hilfsarbeiter. Ein Hilfsarbeiter erledigt einfache Arbeiten ohne grössere Anforderungen an ihn. Ist ihm aus irgendwelchem Grund nicht möglich während der Therapie einen anderen Status zu erlangen wird Abgeklärt ob es notwendig ist, ihm am Ende der Therapie ein geschützter Arbeitsplatz und oder betreutes Wohnen zu zuweisen.

 

Als Arbeiter ist eine normale berufliche Integration möglich. Als Arbeiter werden an ihn ähnlich normale Anforderungen wie in der freien Marktwirtschaft gestellt. Die Bandbreite der beruflichen Möglichkeiten reichen vom Arbeiten mit leichten Anforderungen bis zu Arbeiten mit leicht erhöhten Anforderungen (Verkauf, Industrie-Mitarbeiter, Fachmann. 

 

Klienten mit dem Status Magaziner, Cleaner-Verantwortlicher, Office-Mitarbeiter oder Bereichsverantwortlicher ist eine normale berufliche Integration sicher. In diesem Status der Anspruch bei der Verantwortung und den Anforderungen an den Klienten erhöht. Die Bandbreite der beruflichen Möglichkeiten reichen vom Arbeiten mit leichten Anforderungen bis zu Arbeiten mit erhöhten Anforderungen (Büro, Kundendienst, Vorarbeiter)

 

In der Abbildung „Status (Therapieverlauf) des arbeitsagogischen Coaching-Modell“ zeige ich die Möglichkeiten eines Therapieverlaufs im Zusammenhang des Status des Klienten auf. Der Status und damit verbundene Therapieverlaufs wird durch seine Ressourcen, den vorhandenen Kompetenzen, seinen Defiziten, seinem Handeln und der möglichen Entwicklung von dem Klienten bestimmt. Hat der Klient beispielsweise ein Defizit und ist es ihm möglich mit seinen vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen sich hier zu entwickeln, kann er eine Statusänderung bewirken. Statt das der Klient nun bis zum Ende der Therapie „Hilfsarbeiter“ bleibt, nach der Therapie die Wiedereingliederung also nur durch eine geschützte Wohn- und Arbeitssituation möglich ist,  wird er „Arbeiter“ und kann so normal integriert werden.

 

Jeder Klient wird von seinem Coach alle vier Wochen auf die gemeinsam ausgehandelten Ziele der Arbeitsauswertung überprüft und der Arbeiterstatus neu ausgesprochen. Ein Auf- oder Abstieg im Status und ein Arbeitsplatzwechsel ist in diesem Intervall, während der ganzen Therapie möglich. Durch unsere Beobachtungen und Einschätzungen können wir im Team den Klienten trotz des freieren Rahmens eng erfassen und jeder Zeit auf Veränderungen reagieren.

 

 

Klienten mit erweiterter Verantwortung erhalten beispielsweise den Status Magaziner, Cleaner-Verantwortlicher oder Office-Mitarbeiter. Sie übernehmen mehr Verantwortung im Arbeitsbereich durch Arbeiten die dies erfordern. Anreiz besteht durch die dadurch entstehende Position des Klienten, den damit beinhalteten Arbeiten und den durch die Arbeiten entstehenden Freiheiten. Ein Magaziner teilt seine Arbeiten selber ein und muss nicht mehr schwerere körperliche Arbeiten verrichten. Der Cleaner-Verantwortliche bestimmt was er Reinigt und kann weniger angenehme Jobs seinem zugewiesenen Arbeiter übergeben.

  

Der Bereichsverantwortliche Klient organisiert den Arbeitsalltag aktiv mit und leitet Klienten bei der Arbeit an. Nötige Arbeiten findet der Bereichsverantwortliche Klient selbstständig delegiert diese an den „Hilfsarbeiter“ oder „Arbeiter“ weiter, oder erledigt sie selber. Dadurch wird es im Arbeitsagogenteam möglich acht bis zehn Klienten pro Coach zu betreuen oder weitere Teamaufgaben zu übernehmen.

 

Bereichsverantwortliche, sondern entlastet das Arbeitsagogenteam beim erledigen täglich anfallender Arbeiten.

 


               Abbildung „Status (Therapieverlauf) des arbeitsagogischen Coaching-Modell“


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung „Status (Personalschlüssel) des arbeitsagogischen Coaching-Modell“

 

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5.4.             Der Arbeitsplatz

Wir bieten in der Arbeitsagogik verschiedene Arbeitsbereiche und Arbeitsplätze als Lernfeld für den Klienten an. Jedem Bereich und Arbeitsplatz wurden Ressourcen und Schlüsselqualifikationen als Kriterium zugeordnet, die wir als Bereichs- und Arbeitsplatzanforderungen bezeichnen.

 

Dies ermöglicht uns bei der Zuweisung des Klienten in einen Arbeitsbereich zu überprüfen ob der Arbeitsplatz und die damit verbundenen Anforderungen förderlich oder eher hemmend für die persönliche Entwicklung ist.

 

Hygiene, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Organisationstalent, Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit  und höhere Leistungsanforderungen sind beispielsweise in der Küche vorgegeben. Ähnliche Anforderungen verlangt auch das Arbeiten im  Hauscleaning. Dort steht aber Pünktlichkeit nicht so stark im Vordergrund wie in der Küche sondern Flexibilität und Sinn für Ordnung.

 

Für die Verwirklichung des Zieles, das der Klient mit Thema „Arbeitswut“ oder „mangelnde Hygiene“ in der Küche arbeiten zu kann, braucht es zuerst nebst der Psychologischen Begleitung des Psychotherapeuten, Zwischenschritte oder arbeitsagogische Hilfsmittel durch den arbeitsagogischen Coach. Unter Umständen werden Zwischenettappen in einem anderen Arbeitsbereich erforderlich, da die Küche ein ideales „Tummelfeld“ für das ausleben des Themas ist. Der Psychotherapeut schaut in Einzelsitzungen mit dem Klienten an, weshalb er arbeitswütig ist und sich nicht von der Arbeit abgrenzen kann und was er damit beispielsweise verdrängt oder überdeckt.

 

Der Coach bespricht  mit dem Klienten in einer Auswertungssitzung die Zusammenhänge von ihm und seiner überhöhten Leistungen bei der Arbeit. Er zeigt dem Klienten auf, dass sein Gefühl von Lustlosigkeit am Abend, das ausgelaugt fühlen, und das bei jeder Gelegenheit ausgenutzt-werden mit seiner Handlung zu tun hat. Er vereinbart mit dem Klienten als Ziel nach SMART, den Tag mit klaren Ziel- und damit verbundenen Leistungsvorgaben zu definieren. Er bewertet am Abend kurz seine Gefühle, körperliche Verfassung und Stimmungsbild nicht aber das geleistete Arbeitsvolumen. Durch das Zuweisen von Bedeutungen, dass jede Handlung zu Konsequenzen führt – egal ob positiv oder negativ - und immer mit sich selbst zu tun hat, wird der Klient sensibilisiert, genauer bei sich hin zu sehen und sich wahrzunehmen (ANTONOVSKI).


     

 

    

 

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5.5.             Die Unterteilung der zehn Bereiche und Unterbereiche

*       Küche (1)(2)

*       Haus

*       Hauscleaner (1)(2)

*       Hausunterhalt (Arbeitspool) (1)(offen)

*       Extern (kleine Unterhaltsarbeiten bei Privatkunden) (offen)

*       Garten

*       Unterhalt (Arbeitspool) (1)(offen)

*       Produktion (offen)

*       Extern (kleine Unterhaltsarbeiten bei Privatkunden) (offen)

*       Produktion „Holz“ (1)(offen)

*       Office

*       Administration (Einkauf / Verkauf / Materialverwaltung) (1)

*       Basis (allg. Büroarbeiten) (1)

 

Die rot markierten Bereiche sind strategisch wichtige Bereiche die für die Hausorganisation zwingend belegt werden müssen. Sie gewährleisten den normalen Betrieb des Hauses.

Die grüne Zahl bedeutet das Minimum an Klienten die es für das erledigen der anfallenden Arbeiten benötigt.

Die pink markierte Zahl zeigt das sinnvolle Maximum der einzuteilenden Klienten auf.

 

 

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5.6.             Praktische- und theoretische Weiterbildungsmodule

Für die das Erlernen oder Überprüfen von Fachwissen und Alltagserleichterungen bieten wir zu verschiedenen Themen Bildungskurse an.

 

Der Aufbau der Module soll auf unterhaltsame Weise in kurzen und auf das wesendliche Beschränkten Themen, das nötige Wissen vermitteln das es im Alltag braucht. Ziel dieser Weiterbildungen ist es durch Informationen, Diskussionen und Rollenspiele und dem damit erlernten Unterstützung, Sicherheit und Erleichterung in der Praxis zu erfahren. Der Klient weiss zum Beispiel nach dem Besuch des Moduls „JOB“ worauf er sich bei einem Vorstellungsgespräch achten sollte und im Modul „EDV“ wie er den PC bedienen muss, damit er einen einfachen Brief schreiben kann.

 

Die Teilnahme der Module ist obligatorisch. Besitzt ein Klient schon das zu vermittelnde Wissen wird er bei der Weiterbildung mit seinem Fachwissen als Kursleiter direkt einbezogen.

                             

Modul: Hygiene und Haushalt

*       Sauberkeit im Alltag

*       Persönliche Hygiene

*       Welches Reinigungsmittel für was?

*       Tipps und Tricks

*       Umweltschutz

 

Modul: EDV

*       Einführung in die Welt des Computers

*       Der PC als Werkzeug

*       Briefe schreiben

*       Haushaltsbuchführung

*       Kommunikation mit E-Mail und Internet

 

Modul: JOB

*       Lebenslauf

*       Richtig bewerben

*       Vorstellungsgespräch

 

Modul: FINANZEN

*       Budget erstellen

*       Steuererklärung

 

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5.7.             Die Diagnostik

Parallel zur ersten Phase werden Diagnostische Abklärungen durchgeführt. Durch die Ergebnisse der Diagnostik, Beobachtungen und Wahrnehmungen im Arbeitsalltag und die Einschätzungen dem Klienten wird der weitere Arbeitstherapieverlauf bestimmt. Zu diesem Zeitpunkt wird entschieden ob der Klient „Hilfsarbeiter“ bleibt oder zum „Arbeiter“ wechselt. Wird entscheiden das der Klient im Arbeitspool bleibt, wird in den nächsten vier Wochen beurteilt ob ein engeres Führen notwendig ist und am Ende der Therapie eine Anmeldung für einen geschützten Rahmen in die Wege geleitet werden muss.

 

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5.8.             Diagnostikinstrumente

Die Diagnostik wird im Therapieverlauf in 2 Phasen verlaufen.

 

Phase1:

Beginnt mit dem 1 Tag der Therapie des Klienten und dauert ca. vier Wochen. Eine Verschiebung ist bei Lager, Arbeits- und Therapiewoche möglich.

 

Mittel:

*       Schlüsselqualifikationen/Ressourcen Fragebogen (Zwischenauswertung Arbeit)

*       Hamet-Test

*       Beobachtung und Wahrnehmung

 

Phase2:

Beginnt nach der Phase1 und Endet mit der Therapie des Klienten. Alle vier Wochen findet eine Auswertungssitzung mit Eigeneinschätzung dem Klienten und Rückmeldungen des Coachs statt. Eine Verschiebung ist bei Lager, Arbeits- und Therapiewoche möglich.

 

Mittel:

*       Schlüsselqualifikationen/Ressourcen Fragebogen (Zwischenauswertung Arbeit)

*       Beobachtung und Wahrnehmung

 

Ergebnisse:

Die Auswertung der Tests, Beobachtungen, Wahrnehmungen und Selbsteinschätzungen werden mit dem Klienten Ausgewertet und aus dem Ergebnis ein Auftrag an den Coach formuliert. Die Zielvereinbarungen müssen in der Therapieplanung mindestens Ansatzweise ersichtlich sein.

 

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5.9.             Arbeitsagogische Hilfsmittel

Als Coach stehen einem je nach Aufgabe, Problem oder Ziel diverse Hilfsmittel aus der Arbeitsagogik zur Verfügung.

 

Diagnostische Auswertungen wie der Hamet-Test und die Ergebnisse des Arbeitszwischenauswertungsformulares werden in den Coach-Sitzungen als Standortmittel  für persönliche Entwicklungsziele bei gezogen.

 

Daraus abgeleitete Ziele werden mit „SMART“ formuliert:

Spezifisch

Messbar

Aktionsorientiert

Realistisch

Terminierbar

 

Bei Auftragserledigung des Klienten beispielsweise wird beobachtet, dass er mühe hat eine Arbeit zu strukturieren, kann man hier mit den acht arbeitsagogischen Phasen nach Prater oder beispielsweise mit einer Fallstudie begegnen.

 

Stellt man bei einem Klienten in der beruflichen Wiedereingliederung  unrealistische berufliche Wiedereinstiegsfantasien fest, kann man ihm auf einfache weise mit der Bedürfnispyramide von MASLOW aufzeigen, dass es vorrangig um das abdecken der Grundbedürfnisse geht und nicht um eine Selbstverwirklichung.

 

Für das übergeben eines Auftrages und vermitteln von Fähigkeiten und Fertigkeiten stehen dem  Arbeitsagogen verschiedene Modelle wie Leittext, Stufenmethode, Demonstration, Experiment usw. zur Verfügung.

 

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5.10.          Kurze Beispiele aus dem Alltag

Wenn bei einem Klienten über eine längere Zeitspanne Unpünktlichkeit festgestellt wird, wird er im Alltag wohlwollend konfrontiert, Sanktionen gibt es aber keine.  Bei der nächsten Arbeitsauswertung wird die Unpünktlichkeit jedoch zum Thema gemacht. Mit dem Klienten zusammen wird nun die Unpünktlichkeit beurteilt. Braucht es die Schlüsselqualifikation „Pünktlichkeit“ beim zukünftigen Job nach der Therapie? Wird dies vom Job oder Arbeitgeber gefordert? Wenn ja, ist es nun nahe liegend, dass intensiv an diesem Thema gearbeitet wird. Ein weiterer Verlauf in der Therapie könnte nun sein, dass der Klient von seinem Coach in der Küche eingesetzt wird. Pünktlichkeit ein erforderliches Kriterium in der Küche und bietet sich hier der Arbeitsbereich als ideales Lernfeld an. Der Coach beobachtet den Klienten intensiver auf sein Thema und unterstützt ihn mit verschiedenen Hilfsmittel wie: Durch das Aufzeigen und Analysieren, wo und wie entsteht die Unpünktlichkeit beim Klienten und was steckt dahinter? Entsteht Unpünktlichkeit beispielsweise durch ein zu frühes Aufstehen und suggeriert „Ich habe ja noch viel Zeit“ und verleitet zum trödeln? Oder Reicht die Zeit nicht, weil zu spät aufgestanden wird. Lenkt sich der Klient schnell ab und kommt deshalb nicht vorwärts?

Auch die Rückmeldungen der Klienten helfen dem Klienten gezielt am Thema Unpünktlichkeit zu arbeiten. Zum einen in Rückmeldungen „Es macht mich sauer, wenn du das Essen nicht pünktlich serviert weil mein Mittag zu kurz wird“ oder durch Lösungsstrategien aus eigener Erfahrung.

 

Ein Klient nervt seit er in der Therapie ist durch seine Haltung die Klientengruppe. Seit vier Wochen bin ich sein Coach. Der Therapie-Coach und ich erhalten oft zu P. Zyx (aus Datenschutzgründen nenne ich den Klienten so) von Teamern und Klienten Rückmeldungen unterschiedlicher Art. Den Teamern fällt er vor allem durch sein pingelig sein auf und wirkt störend weil er pro Tag mehrmals den Boden staubsaugt, die Abfalleimer und Aschenbecher leert. Negativ fällt er auch durch seine Neugier auf. Er kann nicht an unserer Pinnwand (Dienstplan, Telefonzettel der Klienten, organisatorische Notizen) vorbei ohne sie zu studieren. Von einigen Teamer werde ich auch darauf Aufmerksam gemacht, dass der Vorplatz und das Treppenhaus viel sauberer sind, seit P. Zyx im Cleaner-Team arbeitet. Die Klienten melden mir zurück, dass sie mühe mit P. Zyx haben, weil er ihren Weisungen nicht folge leistet und durch Motzen und Stänkern ziemlich auf den Wecker geht. Durch seine Ständigen Abbruchdrohungen haben sie Mühe ihn ernst zu nehmen.

 

P. Zyx hat die diagnostische Phase noch nicht ganz abgeschlossen. Mit dem Therapie-Coach habe ich jedoch seit Eintritt von P. Zyx engen Kontakt und wir haben schon ein paar gemeinsame Interventionen bei P. Zyx wegen seinem Verhalten gemacht. Manchmal hat man das Gefühl, dass unsere Gespräche an P. Zyx abprallen ohne wirklich etwas zu bewirken. In meinen Beobachtungen und Wahrnehmungen erlebe ich P. Zyx als rebellisch, uneinsichtig, unangepasst,  stur, Grenzen suchend, provokativ. Er hat ein eigenes Weltbild in dem er alles einzuordnen versucht und eine Meinung die er einmal in seinem Raster gebildet hat scheint schier unumstößlich. Frauen gehören beispielsweise an den Herd und sind zum reinigen der Wohnung gut, gehören aber nicht in Jobs mit anspruchsvollen Tätigkeiten. Etwas anders zu sagen hat die Frau sowieso nicht als „Mann, du bist gut“. Mit Ausländern verhält er sich ähnlich. Draussen würde niemals mit einem Türken Kartenspielen wie hier.

 

In einem Coaching-Gespräch mit ihm stellte ich einmal fes, was für eine für mich nicht stimmiges Eigenbild er hat. P. Zyx stellt sich als Perfektionisten dar der effektiv seine Arbeiten erledigt. Auf den ersten Blick mag dies schon stimmen, doch beim näheren hinsehen ist mir aufgefallen,  dass die Treppe oberflächlich sauber (Rückmeldungen stimmen hier überein) aber in den Ecken nicht gereinigt wurde (genaueres Betrachten). Auch seine „Neugier“ brachte er nicht in den Zusammenhang, mit der Angst vor dem Kontrollverlust.

 

Als sein Coach biete ich ihm Unterstützung, tatsächlich effektiv und perfekt arbeiten zu können. Ich zeige ihm auf, dass pro Tag einmal Aschenbecher reinigen und staubsaugen effektiver ist als vier bis fünf Mal. Ecken in Treppenhäusern werden nur durch Perfektionisten gereinigt da diese bemüht sind nicht Oberflächlich zu sein und über falsche Leistungsdarstellungen zu glänzen, Auch die ständigen Abbruchdrohungen gehören nicht zu einem Mann der perfekt und effektiv sein möchte. Entweder zieht er das durch mit der Therapie oder er lässt es bleiben. Alles andere ist ein Verschleiss von Energie. Nach der Frage “hast du Angst vor Frauen und Ausländern, dass sie für dich nicht gleichberechtigte Partner sein können“ habe ich von ihm bei meiner Anwesenheit keine Abwertungen mehr erfahren. Mir ist bewusst, dass es noch einige Zeit braucht und das hinzuziehen der Diagnostik nötig ist, damit mit P. Zyx eine gute Grundlage für das erfolgreiche Abschliessen der Therapie geschaffen werden kann. Doch mit wohlwollenden kleinen Interventionen ist doch etwas Ruhe im Haus eingekehrt.

 

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6.       Zitate

Ich lasse mich vom Schicksal  treiben wie ein Blatt im Winde und wundere mich wohin es mich verschlägt oder begreife, dass die Situation von mir mit meinem Handeln und Denken erschaffen ist und sie mit mir als Person als Ganzes im Zusammenhang steht.  (PF)

 

Der Wunsch in meinem Herz lässt mich meine Veränderung entstehen und bewegt mich zu meinem Handeln. Der Kopf lässt mich meine Veränderung nur begreifen und verstehen. Veränderung entsteht nicht im Kopf sondern in meinem Herzen. (PF)

 

Ich bin der Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann und Schauspieler in meinem Lebensfilm und bestimme selbst wie gut oder schlecht er bei mir und meinem Publikum ankommt. (PF)

 

Gesundheit und Krankheit
Krankheiten überfallen den Menschen
nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel,
sondern sind die Folge fortgesetzter Fehler
wider die Natur. (Hippokrates)

 

Wenn jemand Gesundheit sucht,
frage ihn erst, ob er auch bereit ist,
zukünftig alle Ursachen seiner Krankheit zu meiden -
erst dann darfst du ihm helfen. (Sokrates)

 

Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinung über die Dinge. (Lehre der Stoiker vor 2000 Jahren)

 

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7.       Schlusswort

Ich habe nicht den Anspruch „das Rad neu zu erfinden“ sondern auf der Grundlage von verschiedenen Modellen aus der Arbeitsagogogik, Psychologie und dem daraus abgeleiteten Gedankengut für mein Coaching-Modell „REHA“ eine solides professionelles Fundament für das arbeitsagogische Arbeiten zu erarbeiten.

 

Meine nächsten Schritte sehe ich im weiteren Ausarbeiten des arbeitsagogischen Konzeptes. Durch das einfliessen lassen der Erfahrungen bereits schon eingeführter Elemente des arbeitsagogischen Coaching-Modells und durch regelmässige Standortbestimmungen werde ich die Qualität und das erreichen des Ziels jährlich überprüfen und entsprechend anpassen.  Durch das Überprüfen und Hinterfragen, was ein möglichst Ideales, effektives und zeitgemässes Begleiten des Klienten in der Sucht-Therapie braucht, ist es mir möglich optimale Voraussetzungen für den Klienten zu erarbeiten, in seinem Leben nach der Therapie, Situationen und Krisen so zu meistern, ohne das dabei die Lösung Drogen gewählt werden muss.

 

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8.       Anhang: Diagnostisches Arbeitsinstrument für die Auswertungssitzung


Zwischenauswertung Arbeit

Klientin:

 

Datum:

 

Arbeitsagogin:

 

Stufe:

 

 

 

Schlüsselqualifikation

trifft

nicht zu

trifft

eher nicht zu

trifft

teilweise zu

trifft zu

Flexibilität

 

 

 

 

Ehrlichkeit

 

 

 

 

Bereitschaft sich weiterzubilden

 

 

 

 

Freundlichkeit

 

 

 

 

Pünktlichkeit

 

 

 

 

Sauberkeit / Hygiene

 

 

 

 

Respekt

 

 

 

 

 

Belastbarkeit

 

 

 

 

Sinn für Ordnung

 

 

 

 

Verlässlichkeit 

 

 

 

 

 

Kreativität

 

 

 

 

Leistungsbereitschaft

 

 

 

 

Gezieltes Suchen

 

 

 

 

Ausdauer

 

 

 

 

Auswählen und Verarbeiten der Daten

 

 

 

 

Genauigkeit

 

 

 

 

Teamfähigkeit

 

 

 

 

Aufgeschlossenheit

 

 

 

 

Verantwortungsbewusstsein

 

 

 

 

Kommunikationsfähigkeit

 

 

 

 

Problemlösungsfähigkeit

 

 

 

 

Selbständigkeit

 

 

 

 

Organisationsfähig

 

 

 

 

Denken in Zusammenhängen

 

 

 

 

Zeitmanagement

 

 

 

 

Arbeitstechnik

 

 

 

 

Fleiss

 

 

 

 

 

Ehrgeiz

 

 

 

 

Integrationsfähigkeit

 

 

 

 

Konfliktfähigkeit

 

 

 

 

Kontaktfähigkeit

 

 

 

 

Ausstrahlung

 

 

 

 

Präsentationsfähigkeit

 

 

 

 

Durchsetzungsvermögen

 

 

 

 

Führungsqualitäten

 

 

 

 

Loyalität

 

 

 

 

Mobilität

 

 

 

 

Abbildung „Zwischenauswertung Arbeit“ Forderseite

Meine Stärken:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Schwächen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückmeldungen der ArbeitsagogIn:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wegleitung zur Arbeitsauswertung

 

  1. Ausfüllen dieser Checkliste
  1. Anhand der persönlichen Auswertung der Checkliste entsteht ein Persönlichkeitsprofil.  Auf der Rückseite des Formulars beschreiben wo die Stärken und Schwächen liegen.
  1. Für die Rückmeldung einen Termin bei der zuständigen Arbeitsagogin vereinbaren.
  1. Das Ergebnis und die davon abgeleitete Zielsetzung von dieser Auswertung in die Therapieplanung übertragen.

Abbildung „Zwischenauswertung Arbeit“ Rückseite

 

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9.       Literaturverzeichnis

*       Titel: Basiswissen: Umgang mit Borderline-Patienten

Autor: Edwald Rahn

Verlag: Psychiatrie Verlag, Bonn

Erscheinungsjahr: 2003

ISBN: 3-88414-361-1
 

*       Titel: Schizophrenie die Krankheit behandeln

Autor: Asmus Finzen
Verlag: Psychiatrie Verlag, Bonn

Erscheinungsjahr: 2001

ISBN: 3-88414-261-5
 

*       Titel: Patterns of aggressive behaviors in experimentally created social climates

Autor: LEWIN, K., Lippitt, R., and White, R. (1939)
Verlag: Journal of Social Psychology, 10, 271-299.

Erscheinungsjahr: -

ISBN: -
 

*       Titel: Jetzt fange ich neu an – Das revolutionäre Sechs-Schritte-Programm für ein dauerhaft suchtfreies Leben

Autor: James O. PROCHASKA , John C. Norcross , Carlo C. DICLEMENTE

Verlag: Th. Knaur-Verlag, München
Erscheinungsdatum: 1997
ISBN: 3-426-84086-3

 

*       Titel: Vom Chaos zur Kohärenz - Herzintelligenz in Unternehmen

Autor: CHILDRE  DOC, CRYER BRUCE 

Verlag: VAK Verlags GmbH  
Erscheinungsdatum: März 2000 
ISBN: 3-932098-65-X

 

*       Titel: Persönlichkeitsstörungen

Autor: Peter Fiedler

Verlag: BeltzPVU
Erscheinungsdatum: 1997
ISBN: 3-621-27493-6

 

*       Titel: Provokative Therapie

Autor: Frank Farrelly, Jeffrey M. Brandsma

Verlag: Springer Verlag
Erscheinungsdatum: Februar 2001
ISBN: 3-540-16666-1

 

*       Titel: Schwarz ärgern - aber richtig.

Autor: SACHSE, Rainer
Verlag: Klett Cotta Verlag
Erscheinungsjahr: 2003

ISBN: 3-608-95999-8
 

*       Titel: Lehrbuch der Gesprächspsychotherapie.

Autor: SACHSE, Rainer
Verlag: Hogrefe Verlag GmbH + Co.
Erscheinungsjahr: 1999

ISBN: 3-8017-1242-7
 

*       Titel: Persönlichkeitsstörungen - Leitfaden für die Psychologische Psychotherapie.

Autor: SACHSE, Rainer
Verlag: Hogrefe Verlag GmbH + Co.
Erscheinungsjahr: 2004

ISBN: 3-8017-1803-4

 

*       Titel: Salutogenese

Autor: ANTONOVSKY, Aaron
Verlag: Dgvt Verlag
Erscheinungsjahr: 1997

ISBN: 3-87159-136-X
 

*       Titel: Salutogenese, zur Entmystifizierung der Gesundheit

Autor: ANTONOVSKY Aaron
Verlag: Tübingen

Erscheinungsjahr: 1997

ISBN: -

 

*       Titel: Anleitung zum Unglücklichsein

Autor: Paul WATZLAWIK
Verlag: Piper Verlag München, Zürich

Erscheinungsjahr: 1983

ISBN: 3-492-02835-7
 

*       Titel: Psychologie des Seins

Autor: MASLOW Abraham H.
Verlag: Fischer Taschenbuch,
Frankfurt a.M. (1997) , Litton Educational Publishing, New York (1968)

Erscheinungsjahr: 1968, 1991

ISBN: 3596421950

 

*       Titel: Der Brockhaus in einem Band. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage.

Autor: diverse

Verlag: Klett Langenscheidt KG, München, und Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim

Erscheinungsjahr: 2002

ISBN: -

 

*       Titel: PC-Bibliothek Nachschlagewerke von Brockhaus, DUDEN, Meyer und Langenscheidt 2001

Autor: diverse

Verlag: Klett Langenscheidt KG, München, und Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim

Erscheinungsjahr: 2001

ISBN: -

 

*       Titel: ICD10 4. Auflage

Autor: diverse

Verlag: Hans Huber Verlag Bern

Erscheinungsjahr: 2000

ISBN: 3-456-83526-4

 

*       Titel: Die nicht-direktive Beratung

Autor: Carl R. Rogers

Verlag: Kindler Verlag, München

Erscheinungsjahr: 1972

ISBN: 3-596-42176-4
 

*       Titel: Die klient-bezogene Gesprächstherapie

Autor: Carl R. Rogers

Verlag: Kindler Verlag, München

Erscheinungsjahr: 1972, Neuauflage 1978

ISBN: 3-596-42175-6

 

*       Titel: Entwicklung der Persönlichkeit- Psychotherapie aus der Sicht eine Therapeuten

Autor: Carl R. Rogers

Verlag: Kindler Verlag, München

Erscheinungsjahr: 14. Aufl. 2003

ISBN: 3-608-94367-6

 

*       Titel: Therapeut und Klient

Autor: Carl R. Rogers

Verlag: FISCHER (TB.), FRANKFURT

Erscheinungsjahr: 1985

ISBN: 3-596-42250-7

 

*       Titel: Eine Theorie der Psychotherapie, der Persönlichkeit und der zwischenmenschlichen Beziehungen

Autor: Carl R. Rogers

Verlag: Maternus Verlag / GwG-Verlag

Erscheinungsjahr: 3. Aufl. Nachdr. 1998

ISBN: 3-926-84200-8

 

*       Titel: Die Kraft des Guten. Ein Appell zur Selbstverwirklichung

Autor: Carl R. Rogers

Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main

Erscheinungsjahr: 1992

ISBN: 3-596-42271-X

 

*       Titel: Encounter - Gruppen. Das Erlebnis der menschlichen Begegnung

Autor: Carl R. Rogers

Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main

Erscheinungsjahr: 1987

ISBN: 3-596-42260-4

 

*       Titel: Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie

Autor: Carl R. Rogers

Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main

Erscheinungsjahr: 1986

ISBN: 3-596-42175-6

 

*       Titel: Research on certain therapist interpersonal skills in relation to process and outcome.

Autor: Truax, C. B., & Mitchell, K. M.

Verlag: handbook of psychotherapy and behavior change: An empirical analysis. New York: Wiley

Erscheinungsjahr: 1971

ISBN: -

 

Internet:

Wikipedia, der freien Enzyklopädie: http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite stand 18.03.2004

 

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arbeitsagogisches Coaching-Modell "REHA" - durch Fördern und Fordern der Schlüsselqualifikationen und Ressourcen